• Wie können Großeltern nach der Geburt des Enkels helfen?

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    Hurra, endlich ist das Enkelkind gesund und munter geboren worden! Wie können die stolzen Großeltern in der kommenden Wochenbettzeit hilfreich sein?

    Wie können Großeltern nach der Geburt des Enkels am besten helfen?

    Oma und Opa möchten in der Wochenbettzeit helfen

    Die meisten „frischgebackenen“ Großeltern, vor allem aber die Omas, möchten in der Wochenbettzeit hilfreich sein. Bei der eigenen Tochter ist das vielleicht noch relativ einfach, weil man sie zumeist besser kennt, als die Schwiegertochter. Doch ist in jedem Fall einiges Einfühlungsvermögen geboten, damit in dieser ganz speziellen Situation keine Unstimmigkeiten entstehen: Einige junge Mütter möchten gern viel Hilfe, viele benötigen aber auch hauptsächlich ihre Ruhe und jede Menge Privatsphäre.

    Absprache mit den Eltern wichtig
    Eine genaue Absprache mit den Eltern, wann und welche Hilfe sie gern in der ersten Zeit mit dem Baby hätten, sollte am besten schon vor der Geburt erfolgen. Wenn das Baby da ist, können sich allerdings einige Dinge noch ändern, denn die erste Zeit mit dem Nachwuchs ist nicht immer so genau planbar. Liebevolle Großeltern beachten die Wünsche der Eltern. Fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen, wenn Sie gebeten werden, erstmal eine Weile Abstand zu halten. Eine junge Familie braucht im Regelfall einige Zeit, zueinander zu finden. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, können in den ersten Wochen sehr eigen sein: Manchmal wünschen sie sich überhaupt keinen Besuch und möchten einfach nur mit Baby und Mann alleine sein. Solche Bedürfnisse sind ganz normal.


    Oma und Opa als Haushaltshilfe oder Babysitter
    Wenn das junge Elternpaar eher Abstand halten und sich zurückziehen möchte, dann können die Großeltern vielleicht hin und wieder ein Mittagessen vorbeibringen oder die Bügelwäsche annehmen. So entlasten sie die Wöchnerin und sorgen dafür, dass  diese mehr Zeit für ihr Baby hat. Falls die Großeltern zum Kaffeetrinken eingeladen werden, ist es sinnvoll, den Kuchen hierzu gleich mitzubringen. Das ist eine freundliche Geste, die bestimmt gut ankommt. Ein besonders sensibler Bereich ist die Betreuung des Säuglings: Womöglich möchte die junge Mutter am Anfang nicht gern andere Menschen an das Kind heranlassen und lieber alles selbst machen. Betrachten Sie diesen Wunsch bitte nicht als Missachtung Ihrer eigenen Fähigkeiten. Wöchnerinnen haben oftmals einen besonders ausgeprägten Schutzsinn gegenüber ihrem Baby, der nach und nach zurückgeht.

    Freizeit für die jungen Eltern: Großeltern passen auf das Baby auf
    Auch Babysitting sollte nicht aufgedrängt, sondern nur freundlich angeboten werden. Manch eine Säuglingsmutter mag sich zu Anfang gar nicht von ihrem Kind trennen und möchte nicht einmal, dass es ohne sie im Kinderwagen spazierengefahren wird. Haben Sie Geduld: Ihre Chance auf eine Spazierfahrt wird bestimmt bald kommen. Viele junge Eltern nehmen das Angebot, in der Wochenbettzeit mal etwas für sich allein zu unternehmen, auch gern an. Beide Verhaltensweisen haben ihre Berechtigung und sollten akzeptiert werden. Für die Großeltern sollte vor allem eines im Vordergrund stehen: Die erste Zeit mit dem neuen Familienmitglied möglichst stressfrei und ohne familieninterne Reibereien zu gestalten. Damit wächst und stabilisiert sich die Basis für das Zusammenwachsen aller drei Generationen.

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