• Transportmöglichkeiten für Baby und Kleinkind: Alternativen zum Geschwisterwagen

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    Welche Möglichkeiten gibt es, Baby und Kleinkind zusammen zu transportieren? Wir stellen Ihnen alle Alternativen zum Geschwisterwagen vor.

    17de2cfa.mZwei kleine Kinder: Alternativen zum Geschwisterwagen

    Ein Geschwister- oder Zwillingswagen ist die erste Möglichkeit, die den meisten Eltern in den Sinn kommt, wenn sie zwei kleine Kinder transportieren müssen. Diese Kinderwagen gibt es in Form eines Doppelsitzers oder eines Tandems. Während der Doppelsitzer nur schmale Sitzflächen zulässt, aber insgesamt etwas leichter ist, bietet das Tandem etwas mehr Platz mit einem zumeist höheren Gewicht. Ein Doppelsitzer passt nicht durch schmale Gänge und enge Türen, dafür besitzt der Tandem-Wagen einen besonders große Wendekreis. Der Doppelsitzer ist für die Kinder deutlich kommunikativer.

    Anstrengende Handhabung des Geschwisterwagens

    Wer viel in der Stadt unterwegs ist, in mit Warenständern vollgestellten Läden einkaufen geht oder gar häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, der wird mit einem Geschwisterwagen immer wieder mal in Schwitzen kommen. Und im Kofferraum des Autos nimmt er viel Platz weg. Doch gibt es wirklich einfachere Lösungen?

    Was ist ein Kinderwagenboard?

    Ein Kiddy-Board – auch Kinderwagenboard genannt – wird vor allem von Eltern verwendet, die ein Kleinkind und ein Baby haben. Im Kinderwagen liegt dann selbstverständlich der jüngste Nachwuchs und schlummert (hoffentlich) friedlich vor sich hin, während das Kleinkind gemütlich auf dem am Wagen angebrachten Board steht. So viel zur Theorie. In der Praxis ist es natürlich so, dass Kleinkinder dazu neigen, Trotzanfälle zu bekommen und nicht immer dazu bereit sind, sich stehend befördern zu lassen. Sie verlangen vielleicht wieder nach ihrem eigenen, altbekannten Buggy (den Mama nicht gleichzeitig schieben kann) oder springen lieber vom Board herunter und laufen herum. Festschnallen auf dem Kinderwagenboard geht natürlich nicht. Es gibt natürlich auch diese schönen Tage, an denen alles läuft wie am Schnürchen und das ältere Geschwisterkind die Fahrt auf dem Board genießt. Wahrscheinlich wird es vor allem ganz zu Anfang die neue Transportmöglichkeit höchst interessant finden und sich gern herumkutschieren lassen. Für die Eltern ist zu beachten, dass nicht jedes Board an jeden Wagen passt. An einigen Kinderwagen, vor allem an Billigmodellen, lässt sich gar kein Board befestigen. Also: Vor dem Kauf des Kinderwagens gründlich erkundigen!

    Später dann: das Buggyboard

    Ein Kind sitzt, das andere steht. Und vielleicht funktioniert das mit steigendem Alter auch mal abwechselnd. Die Vor- und Nachteile gestalten sich ähnlich, wie beim Kinderwagenboard, es liegt ja auch dasselbe Prinzip zugrunde. Bei Kombikinderwagen muss das Board nicht einmal ausgetauscht werden. Jedenfalls spart man sich den Kauf eines teuren, schweren und sperrigen Geschwisterwagens. Ob Spaziergänge auf diese Weise tatsächlich einfacher werden, hängt wahrscheinlich hauptsächlich vom Temperament des älteren Geschwisterkindes ab.

    Tipps zum Thema Babytragen

    Solange das jüngste Kind noch klein und leicht ist, kann es auch gut mit einer Trage oder einem Tuch am Körper transportiert werden. Das ältere Kind darf somit noch eine Weile im gewohnten Buggy sitzen und das Baby genießt die Körperwärme und Sicherheit von Mama oder Papa. Wer Rückenschäden bei Baby und Eltern vorbeugen möchte, der sollte sich ganz genau nach den Eigenschaften der unterschiedlichen Babytragen erkundigen und mit einigen Modellen auch mal Probetragen. Vor allem Neugeborene benötigen einen Transport in Spreizsitzhaltung und die Wirbelsäule muss speziell gestützt sein. Aber auch das tragende Elternteil wünscht sich einen gewissen Komfort, damit nach dem Spaziergang keine Rückenschmerzen aufkommen. Babytragen, die mit Klettverschlüssen zu befestigen sind, lassen sich besonders leicht anlegen. Doch aufgrund der lauten Geräusche beim Öffnen kann ein schlafendes Baby auch mal unsanft hochschrecken.

    Tragetuch für das Baby

    Die Tragetücher besitzen einen sehr guten Ruf. Mit der richtigen Technik angelegt bieten sie dem zarten Babykörper genau den richtigen Halt und sind bequem zu tragen. Den Kleinen tut die konstante elterliche Nähe dabei richtig gut. Allerdings will das Umlegen eines Tragetuchs erst mal gelernt sein! Manch ein ungeduldiger Typ Mensch ist dabei schon ziemlich verzweifelt; bei anderen wird es schnell zur täglichen Routine, die ganz leicht von der Hand geht. Wer sich nicht sicher ist, der sollte das Schnüren eines Tragetuchs zuerst einmal im Geschäft oder bei einer Hebamme oder Trageberaterin ausprobieren.

    Nachteile von Babytragen und Tragetüchern

    Mit einer Babytrage oder einem Tragetuch versehen sind Mama und Papa nicht mehr allzu wendig. Will das ältere Kind aus dem Buggy raus oder benötigt auf einem Spielplatz etwas Hilfe, dann kann der Ausflug wirklich anstrengend werden. Die Frage lautet also: Trauen Sie sich diese Lösung auf Dauer kräftemäßig zu? Tragetücher und Babytragen sind eben keine dauerhafte Transportlösung. Die meisten Eltern verlassen allerspätestens zum ersten Geburtstag des jüngsten Kindes die notwendigen Kräfte, das immer schwerer werdende Kind zu tragen. Außerdem will das zum Kleinkind gewordene Baby sich auch mal selbstständig vorwärts bewegen. Dann steht die Überlegung an, welche Lösung als nächstes folgen soll.

    Der Kinderanhänger

    Viele Fahrradanhänger zum Kindertransport lassen sich ganz einfach zum Doppelsitzer-Buggy umbauen. Säuglinge können von Anfang an darin transportiert werden, wenn eine entsprechende Babyschale zum Liegen installiert ist. Ein Kinderanhänger ist ziemlich breit und sperrig, kein ideales Gefährt für die Stadt. Allerdings bietet er jede Menge Platz für eventuelle Einkäufe und Gepäck, denn in der Regel gibt es einen geräumigen „Kofferraum“. Bei Regen sitzen die Kinder gut geschützt unter einer mit ein, zwei Handgriffen heruntergerollten Regenschutzfolie. Und wenn eine Fahrradtour ansteht, wird der Buggy schnell wieder zum praktischen Anhänger. Ein besonderer Vorteil dieser Variante liegt in der langen Verwendbarkeit: Auch fünf- oder gar sechsjährige Kinder lassen sich, je nach Gewicht, im Anhänger transportieren. Ideal für lange Familienausflüge mit dem Fahrrad. Fazit: Transportmöglichkeiten für zwei kleine Geschwisterkinder mit Stressfreigarantie gibt es nicht. Aber garantiert findet jede junge Familie mindestens eine für sich passende Möglichkeit.

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