• Mit den Kindern ins Musical: Adonia

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    Jetzt sind sie ja schon sechs und vier, unsere beiden Großen. Also warum nicht in diesen Herbstferien einmal abends zusammen ausgehen? Musical ist angesagt – aber kein ganz Gewöhnliches!

    Wir gehen heute mit Mama aus!

    Natürlich war die Aufregung vorher groß, denn abends um sieben noch aus dem Haus zu fahren und erst gegen zehn Uhr wiederzukommen, das ist etwas ganz Neues für unsere Kids. Und auch für mich als Mama fühlte es sich prima an: Ich werde ja auch fast jeden Abend pünktlich weggeschlossen und darf die Sterne nur durchs Fenster beobachten … Der ganz kleine Bruder blieb natürlich zuhause, bei Papa. Ein Grund für die Großen, sich noch viel, viel größer zu fühlen!

    Adonia Musical: Teenager in Bestform

    Ich habe ja derzeit kaum mit Teenagern zu tun, aber ich höre von einigen schwer Involvierten, wie zäh das Leben mit ihnen sein kann. Das kann man dann schon fast gar nicht mehr glauben, wenn man ein Adonia Musical gesehen hat. Haufenweise begeisterte Teenies üben ein abendfüllendes Musical innerhalb von – man höre und staune! – DREI Tagen ein und führen es dann an vier Konzertabenden in verschiedenen Orten auf. Unterkunft erhalten die jugendlichen Künstler bei Gastfamilien, die sich freiwillig zur Verfügung stellen. Gastfamilie durften wir auch schon zweimal sein, dieses Jahr ist das leider organisatorisch fehlgeschlagen. Geld bekommen die jungen Leute übrigens nicht für ihr Engagement, nur frenetischen Beifall und Standing Ovations.

    Gute Botschaft verkünden

    Ausgerechnet aus der Bibel kommen die Geschichten, die den jährlich stattfindenden Konzert-Tourneen als Grundlage dienen. Können heutige Kids noch was mit Jesus anfangen? Es scheint tatsächlich so, jedenfalls schämen sie sich nicht für die Botschaft, die sie auf der Bühne laut verkünden. Jedes Musical ist professionell aufgezogen, der Verein Adonia Deutschland steht hinter den Veranstaltungen. Und ich muss ehrlich sagen: Die Musik hat mich nun drei Jahren hintereinander immer wieder begeistert – ganz zu schweigen von den spannend inszenierten Geschichten: jedes Jahr alles komplett neu. Die Texte regen zum Nachdenken an, wenn man sie an sich ranlässt. Manchmal auch in eine Richtung, in die man sich sonst gar nicht erst verirrt.

    Unser Abend mit Adonia

    Eintritt kostet der Musicalabend nicht, jedoch darf man am Ende etwas spenden, wenn man denn möchte. Von Beginn an starrten meine Kids mit glänzenden Augen in Richtung Bühne und verhielten sich ganz still. Der Musical-Titel „Das Urteil“ verhieß schwere Kost und das war es im Endeffekt auch. Doch Gewaltszenen gab es natürlich nicht, nur die Inhalte gingen zum Teil recht tief. Es war allerdings immer genug auf der Bühne los, damit meinen Kindern nicht langweilig wurde und ich konnte mich in Ruhe von der Inszenierung berühren lassen. Ganz ehrlich muss ich sagen, dass die mitwirkenden Teenager nicht wie Profis rüberkommen, überall schleichen sich kleine Fehler ein und die schauspielerische Begabung ist sichtbar ungleich verteilt. Doch eigentlich ist das egal, es geht hier um viel mehr als um Perfektion. Jedenfalls riefen wir am Ende alle begeistert mit: „Es ist vollbracht!“ Und dann schleppte ich zwei todmüde Kiddies nach Hause. Nächstes Jahr kommen wir wieder und dann nehmen wir zwei Teenager als Gäste mit nach Hause.

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