• Kugelbahnen: faszinierendes Spielzeug mit Tradition

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    Kugelbahnen werden häufig als reines Kinderspielzeug betrachtet. Vor allem die einfachen Bahnen für Kleinkinder sind bekannt: Farbenfrohe Kugeln rollen auf kleinen, bunten Pisten herab und stoßen dabei verschiedene Klangelemente an.

    32a02316.mAls Produzenten für typische Kinderbahnen aus Holz sind vor allem die Hersteller Haba und Eichhorn bekannt, wobei Haba für die gehobenere Preisklasse steht. Wer bunten Kunststoff bevorzugt, dem wird Fisher Price auch auf dem Kinder-Kugelbahn-Sektor ein Begriff sein. Wenn die Kinder älter werden, dann steigt auch der Anspruch an die Kugelbahnen – und plötzlich schauen auch Erwachsene fasziniert zu.

    Was Kugeln alles können

    Kugelbahn ist eben nicht gleich Kugelbahn. Die meisten Spielzeugbahnen bestehen aus Einzelelementen, die man auf unterschiedliche Weise miteinander kombinieren kann. So werden immer wieder neue Varianten ausprobiert, der Nachkauf von Ergänzungssets potenziert die Möglichkeiten. Dabei erhalten Kinder ganz praktische Einblicke in physikalische Grundgesetze, die sie selbst oft noch gar nicht benennen können: Die Kugeln werde auf rauen Flächen abgebremst, beschleunigen hingegen auf steilen, glatten Rutschen ihren Lauf. Sie kippen Wippen, vollführen Sprünge mit exakter Landung und rollen mit genügend Schwung sogar bergauf. Besonders spannend wird es, wenn der Spieler in den Streckenverlauf eingreifen und in letzter Sekunde eine Art Weiche stellen kann. Verschiedene Geräusche und optische Effekte werden von den vorbei rollenden Kugeln ausgelöst und bringen das Kind zum Staunen.

    Plötzlich will auch Papa mal an der Murmelbahn bauen!

    Auch Erwachsene sind neugierig, in nicht wenigen schlummert noch das Kind von damals. Kugelbahnen mit besonders vielen großen und kleinen Attraktionen wecken erfahrungsgemäß auch in ihnen den Wunsch, es einmal selbst auszuprobieren. So finden Kinder und Erwachsene im Spiel manchmal ganz einfach und zwanglos zusammen. Ein schlauer Erwachsener erklärt dem interessierten Junior dann nebenbei, warum die Kugel so rollt wie sie rollt. Und dann lachen beide gemeinsam, wenn eine windschiefe Konstruktion den ganzen Ablauf durcheinander bringt und die Kugel aus der Bahn wirft.

    Kugeln rollen runter, rauf und rundherum

    Komplizierte Bewegungsabläufe sind bei technisch gut durchdachten Konstruktionen ganz normal. Hand- oder motorbetriebene Aufzüge befördern die Kugeln nach oben, dabei sind der menschliche Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Räder, Spiralen, Schrauben, Treppen, Wellen, Heber… All diese Funktionen und noch viel mehr wurden von eifrigen Bastlern bereits an Kugelbahnen angebracht. Auf dem Weg nach unten wiederum erwarten die schnellen Kugeln manchmal Weichen, Kreuzungen (Achtung: Querverkehr!), Kipper, Wippen und etliche Arten von Sprung- und Beschleunigungselementen. Manche Kugeln kommen aus dem Rollen gar nicht mehr heraus, denn eine Hebestation befördert sie immer wieder nach oben, von wo aus es dann wieder in rasanter Fahrt abwärts geht. Auch beim Looping geht es rauf und runter – das Ganze mit enormem Schwung, sonst gibt es einen spektakulären Absturz!

    Kugelbahnen selbst anfertigen

    Eine Murmelbahn lässt sich als vollständiges Set kaufen – oder von findigen Erwachsenen mit Hilfe ihrer Kinder selbst bauen. Entweder nimmt dafür einfache, natürliche Materialien zur Hand, vor allem Holz – oder man bedient sich komplizierter Technik-Elemente, die beispielsweise von der Firma Fischertechnik produziert werden. Auch alte Schläuche, Haushaltsgegenstände und diverser Alltagskram können durchaus kugelbahntauglich sein. Allerhand Anregungen gibt es auf der interessanten Homepage Jürgens Kugelbahn-Seiten.

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