• Frisch frisiert, geschminkt und besabbert

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    Eine Ruhepause auf dem Sofa: mein Mann auf der einen, ich auf der anderen Seite. Um uns herum tobt das Leben weiter, das Erwachen beschert somit einige Überraschungen.

        Der Look geht ab!

    Der Look geht ab!

    Die Waffen derHeim-Visagistin

    Ja, die Utensilien für die Schminkpuppe unserer Tochter stehen hoch oben auf dem Schrank, zur Sicherheit. Doch die netten Treppenhochstühle der Kinder stellen, wie der Name schon sagt, praktischerweise eine Kombination aus Treppe und Hochstuhl dar. So können auch ferne Orte problemlos erreicht werden, vor allem dann, wenn die Eltern unaufmerksam sind. Ich persönlich war deshalb unaufmerksam, weil mein Babysohn während der Sofapause auf mir herumkrabbelte und ich ihn ständig von einem gewagten Sprung in die Tiefe abhalten musste, mein Mann schnarchte seinerseits friedlich vor sich hin. Also hatte die Heim-Visagistin freien Zugriff auf ihre Gerätschaften.

    Der Schminkangriff

    Während das Baby glücklich prustend mit einem Schwall von Sabber meinen Pulli tränkte, fuhr plötzlich ein breiter Pinsel durch mein Gesicht: Mit konzentrierter Miene platzierte Töchterchen gerade mein neues Make-up. Naja, es handelte sich ja nur um den Puderpinsel! Zu spät bemerkte ich, dass sie den Puderpinsel längst durch einen roten Schminkstift eingetauscht hatte. Und dass besagter Pinsel mit blauem Lidschatten bestäubt gewesen ist, fiel mir erst sehr viel später auf. Außerdem fanden wunderhübsche Spangen ihren Weg in meine Haare und an mein Handgelenk, der fünfjährige Sohn half kräftig dabei mit. Baby versuchte, die Spangen wieder aus meinen Haaren zu grabbeln, besabberte dabei auch noch meine Brille und zog mir an der Nase. Ach ja, familiäre Gemütlichkeit!

    Jungfräulichkeit verloren

    Als mein Mann endlich erwacht, hat er allen Anlass zum Schmunzeln: „Du wirst ja mal wieder umlagert!“ Ich stimme ihm zu: „Ja, schau mich an! Gegen mich siehst Du aus wie eine Jungfrau!“ – „Jungfrau? Ich bin weder jung noch Frau.“ – Ich muss lachen und rufe aus: „Aber du bist unbefleckt!“ Der Blick in den Spiegel gibt mir Recht, die Unbeflecktheit habe ich gerade eben auf dem Sofa verloren. Aber volle Kanne!

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