• Fahrradanhänger für Kinder: pro und contra

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    Stehen Sie vor der Entscheidung, einen Fahrradanhänger für Ihr Kind zu kaufen? Informieren Sie sich hier über die Vor- und Nachteile.

    Nachteile des Kinder-Fahrradanhängers

    Gegenüber einem einfachen Kindersitz fällt zuerst einmal der Preis der Kinder-Fahrradanhänger ins Auge: Wer sowohl auf Sicherheit als auch auf Komfort für das Kind setzt, muss mit einigen hundert Euro beim Kauf eines hochwertigen Anhängers rechnen. Also stellt sich vor allem die Frage, ob sich das viele Geld für die Anschaffung überhaupt lohnt. Die niedriger Sitzposition des Kindes im Anhänger bewirkt, dass der kleine Mitfahrer den Autoabgasen besonders stark ausgesetzt ist, an viel befahrenen Straßen fällt dies besonders ins Gewicht. Wenn der Hänger nicht gut gekennzeichnet ist, vor allem mit hellen Rücklichtern und einem wehenden Wimpel, kann er leicht von Autofahrern übersehen werden, die Verletzungsgefahr ist dabei hoch.

    Kinder im Fahrradanhänger17de2cfa.m

    Das Kind kann im Anhänger weniger sehen, als auf dem Fahrradsitz. Außerdem ist es nur schwer möglich, mit dem Erwachsenen vorne auf dem Fahrrad zu kommunizieren, denn dieser ist ziemlich weit weg. Wenn sich zwei Kinder im Doppelsitzer während der Fahrt so heftig streiten, dass es zu körperlichen Übergriffen kommt, dann hilft nur noch eines: Anhalten und die Bande zur Raison bringen. Den Helm sollte das Kind jedoch, genau wie im Sitz auf dem Gepäckträger, bei jeder Fahrt tragen – und zwar nicht nur, um die Schläge des Sitznachbarn besser einstecken zu können.

    Sperriger Anhänger

    Die Kinderfahrradanhänger sind sperrige Gefährte, nicht jedes passt so einfach in den Kofferraum des Autos oder in eine enge Garage. Auch auf Radtouren können die Ausmaße des Anhängers stören: Auf manchen Rad- und Wanderwegen machen Poller, die eigentlich dazu bestimmt, PKWs aufzuhalten, das Vorbeikommen sehr schwer oder unmöglich. Will der Erwachsene dann mit dem ganzen Gespann umdrehen, braucht er jede Menge Platz zum Manövrieren. In Einzelfällen ist es nicht möglich, dabei ganz ohne Hilfe auszukommen. Der einfache Fahrradsitz bereitet solche Probleme nicht.

    Vorteile des Kinder-Fahrradanhängers

    Wenn Sie zwei Kinder in relativ kurzem Abstand zueinander bekommen (wollen), dann ist der Fahrradanhänger zum Transport die erste Wahl. Ihn gibt es auch als Zweisitzer, mit spezieller Babyschale sogar schon für Säuglinge verwendbar. Und wenn in kurzer Zeit noch ein dritter Racker hinzukommt, dann gibt es als Zusatzmodul noch den Fahrradsitz: Das wird ein Aufsehen erregendes Gespann! Viele Anhänger sind auch zum Doppelbuggy umbaubar und ersetzen so den Geschwisterwagen. In ländlicher Gegend bietet diese Sonderunktion eine wirklich ideale Lösung, in Großstädten mit öffentlichem Nahverkehr und engen Gehwegen wird ein solcher Riesenbuggy allerdings eher unbequem sein.

    Praktische Funktionen des Anhängers

    Kinderfahrradanhänger sind in der Regel echte Raumwunder, es passt einiges Gepäck hinein. Ob die Picknickausrüstung für die sommerliche Radtour oder der Einkauf zwischendurch: Im Kofferraum sind viele Sachen verstaubar. Das Kind kann kleinere Spielsachen mitnehmen und unterwegs damit spielen. Es verliert dort unten nicht so schnell seinen Lieblingsteddy oder die Trinkflasche, auf dem Fahrradsitz ist schon häufiger mal etwas davongeweht. Der Fahrradanhänger schirmt den kleinen Mitfahrer bei zugeklapptem Regenschutz vor Regen, Schnee und Wind ab, viele Anhänger besitzen sogar ein Netz gegen Insekten und Schmutz. Hier kann das Kind sogar beruhigt und ziemlich bequem einschlafen.

    Sicherheit im Fahrradanhänger für Kinder

    Für den erwachsenen Fahrradfahrer bedeutet der Anhänger zwar, kräftiger in die Pedalen treten zu müssen, doch ist die Stabilität des Zweirads nicht reduziert. Auch die Bewegungsfreiheit des tapfer trampelnden Elternteils bleibt optimal, seine Unfallgefahr ist nicht erhöht. Stürzt der Fahrradfahrer trotzdem aus irgendeinem unglücklichen Grund, bleibt der Anhänger auf Grund seiner beweglichen Achse einfach stehen. Dem Kind geschieht in diesem Fall gar nichts – und dem Fahrer wünscht die Autorin Glück im Unglück!

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