Vinum moselanum est omni tempore sanum

 

Ein Spaziergang in Bernkastel-Kus ist äußerst lehrreich. Hier konnte ich mein Wissen über den Moselwein an sich – im Allgemeinen und im Besonderen – erweitern: Die Inschriften auf Fassaden und Schildern sorgten dafür.

Zunächst als kleines Memento Moria:

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Knutschen, saufen – aus die Maus!

Doch zum Glück dauert’s für den fleißigen (blaublütigen) Moselweintrinker deutlich länger, bis das Ende naht:

    Merke: Pharmaprodukte entsorgen, Moselwein trinken!

Merke: Pharmaprodukte entsorgen, Moselwein trinken!

 

 Ich habe zwar statt Latein Französisch gelernt – was ich weiterhin für eine gute Wahl halte – aber ich denke, dies will mir sagen, dass der Moselwein auch dem gemeinen Volke zur gesundheitlichen Stärkung verhilft:

 

Ahja, hier die hochoffizielle Bestätigung: Moselwein verleiht Flüüüüüügel!

Ahja, hier die hochoffizielle Bestätigung: Moselwein verleiht Flüüüüüügel!

Wo bekommt man bitte ein Beitrittsformular für diesen Club????

Eine gar edle Gesellschaft.

Eine gar edle Gesellschaft.

 

Trägt zwar nichts zum Thema „Moselwein“ bei, berührt aber mein Restauratorenherz:

Da schlägt mein altes Restauratorenherz höher ...

Da schlägt mein altes Restauratorenherz höher …

 

 Und zum Schluss noch ein inniges Gebet!

Wo er Recht hat, hatta Recht!

Wo er Recht hat, hatta Recht!

Und jetzt zur Werbung:




Urlaubserinnerungen im Fotobuch – viel schöner als nur auf dem PC!


Das moderne Pendant zum guten, alten Fotoalbum ist das Cewe-Fotobuch. Keine Bilderecken mehr aufkleben, kein Verrutschen der Fotos… Mein kleiner Erfahrungsbericht.

fa77e31e.mErinnerung an die Sonne …

Der letzte Winter war hart. Düster und schier unendlich lang. Die Fotos von unserem Familienurlaub im Mai lagen auf meinem Rechner, hin und wieder schaute ich sie an und ein Sonnenstrahl drang in mein Herz. Vielleicht, so dachte ich, wäre es eine gute Idee, diese Bilder zu Papier zu bringen – schließlich handelte es sich um unseren ersten richtigen Familienurlaub zu fünft. Ein Fotobuch vielleicht? Zum In-den-Schrank-stellen-und-immer-wieder-hervorholen? Coole Sache. Dann mal loslegen!

Pixel werden zu Fotobuch 🙂

Ich lud mir die Software von Cewe aus dem Internet herunter und machte mich an die Arbeit. Zugegebenermaßen gab ich im ersten Anlauf wieder auf, da mir die Energie fehlte, mich in ein neues Programm einzuarbeiten. Der zweite Versuch jedoch erwies sich als erstaunlich erfolgreich, die Software ist wunderbar selbsterklärend. Ich entdeckte, wie variabel so ein Fotobuch sein kann: Nicht nur, dass sich die Größe und Seitenzahl nach Belieben festlegen lässt, der Nutzer kann die einzelnen Seiten auch ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Fotobuch gestalten: Das macht richtig Spaß!

Schließlich kam ich an den Punkt, wo ich Feuer fing: Ich entdeckte die vielen verschiedenen Hintergründe für die einzelnen Seiten, die kreativen Passepartouts und Cliparts, sowie weitere Variationsmöglichkeiten, die mir bei der Gestaltung jede Menge Spielraum gaben. Die einzelnen Fotos lassen sich ganz leicht auf die gewünschte Größe skalieren – besonders hübsch wirkt es, wenn eines die gesamte Seite einnimmt und ein weiteres im Kleinformat daraus hervor sticht. Zugegeben, ich habe mich dann ziemlich verfranst und einige Stunden mit diesem neuen Spielzeug zugebracht, bis ich es dann übers Herz brachte, den Auftrag abzusenden.

Cewe-Fotobuch: meine Erfahrung

Mein Buch mit 26 Seiten im ungefähren DIN A 4 Format kostet mich 26,95 Euro, das zeigte mir die Software schon ganz zu Anfang freundlicherweise an. Wer sich das Fotobuch nach Hause zuschicken lässt, musst noch Porto dazu bezahlen. Ich ließ meine Bestellung an unseren heimischen dm-Markt liefern und sparte mir so das Porto komplett. Das ist doch mal ein guter Service! Am Tag nach meiner Bestellung kam schon die Benachrichtigung per E-Mail, dass mein Fotobuch versandt wurde – noch einen Tag später eine weitere Nachricht. Das Buch liegt abholbereit in der Drogerie. So schnell kann‘s gehen.

Zum Schluss: meine Bewertung für das Cewe-Fotobuch

Zugegeben, ich habe die Verpackung direkt im dm-Markt entfernt und mir mein kleines Kunstwerk schon vor dem Bezahlen zum ersten Mal angesehen: Gut gelungen ist es – allerdings bin ich zu selbstkritisch, um nicht beim nächsten Mal einige Punkte besser machen zu wollen. Das von mir entworfene „Design“ sieht genauso aus wie vorher auf dem Bildschirm, die Seiten des Buches bestehen aus hochwertigem Papier mit mattem Glanz und der Einband ist aus fester Pappe. Das dürfte einige Jahrzehnte halten, denke ich. Und, ja, eine prima Geschenkidee ist es außerdem. Ich weiß auch schon, für wen ich mein nächstes Büchlein kreiere …

Wer es nachmachen will: Die passende Software gibt es hier!




Winterwelt und wohlige Wärme

Eiseskälte trifft auf wohlige Wärme: Nie sind die Temperaturgegensätze so krass wie zur Winterszeit. Und, ehrlich gesagt, am liebsten gehe ich im Winter deshalb nach draußen, weil ich das Nachhausekommen und Wiederaufwärmen so liebe!

So sieht das wärmende Kaminfeuer im Rohzustand aus

So sieht das wärmende Kaminfeuer im Rohzustand aus

Besuch aus dem Teehaus

Gestern bekam ich Besuch von Annette, meine Autorenkollegin und Freundin Stephie hat sie mit zu mir gebracht. Annette besitzt ein kleines Teehaus in Oeding und hatte auch eine kleine Kostprobe ihrer wärmenden Leckereien dabei: Kaminzauber. Gut so, denn ich hätte es kaum gewagt, einer Teespezialistin meinen schnöden Drogerie-Tee anzubieten! So saßen wir bald gemütlich um den Adventskranz, knabberten Weihnachtsgebäck und staunten darüber, welche Qualität Tee haben kann, wenn er aus ausgesuchten Inhaltsstoffen komponiert wird!

Schnee und Tee

Heute Morgen hieß das Zauberwort: „Schnee“: So schnell waren die Kinder noch nie aus dem Bett und fix und fertig umgezogen! Um sieben Uhr tummelten sie sich lachend und quietschend draußen im Garten – sonst muss ich sie immer kräftig antreiben, damit wir um halb acht (!) das Haus verlassen können! Der Weg zur Schule und zum Kindergarten war voll kindlicher Winterfreude. Nur einmal bemerkte meine 4-jährige Tochter etwas traurig: „Die Leute haben die verzauberte Winterlandschaft weggefegt“. Zurück zuhause habe ich gleich den Kaminzauber ausgepackt, die kalten Hände um die heiße Tasse gelegt und den Duft inhaliert. Wisst ihr eigentlich, wie schön „Aufwärmen“ sein kann?

Tee Kaminzauber: Was ist da eigentlich drin?

Jetzt schaue ich mal auf die Zutatenliste, die kleinen Amerettinis habe ich bereits im Tee gesehen: Hagebutten- und Orangenschale, Walnüsse, Mandeln, Mocca-Bohnen und Zimt – natürlich neben gutem Roibusch. Bei Annettes Tees sind wirklich keine künstlichen Aromastoffe mehr nötig. Willkommen du Winterzeit, sage ich da nur! Annettes sympathisches Teehaus kann man übrigens im Internet besuchen, unter www.annettes-teehaus.de. Sie gibt auch Teepartys, da kann sich jeder seinen Tee ganz nach eigenen Vorlieben komponieren. So etwas kannte ich noch gar nicht. Die Frage ist nur: Werde ich wieder rückfällig zu meinem kalorienreichen Cappuccino? Oder wärmt mich das Kaminfeuer, bis die ganze verzauberte Winterlandschaft weggefegt ist? Und wechsle ich dann im Sommer zum „Rosengarten“ statt zum Eiskaffee? Bleibt abzuwarten.




Allwetterzoo Münster: Gruppenkuscheln und Straußenliebe

Im Münsteraner Zoo ist echt was los: Familienevents der besonderen Art.

Bald ist das neue Elefantengehege fertig, dann haben die Dickhäuter auch mehr Platz.

Bald ist das neue Elefantengehege fertig, dann haben die Dickhäuter auch mehr Platz.

Der Zoo und die Zeit

Ich war noch ein Kleinkind und rollte im schicken Siebziger-Jahre-Buggy durch den Zoo. Meine Mama trug Minirock und toupiertes Haar, mein Papa zeigte Mut zur langen Locke. Alte Fotos geben mir Einblick in eine längst vergangene Zeit, da sah es im Allwetterzoo noch etwas anders aus. Spaß gemacht hat der Zoo schon damals, in meinen Erinnerungen sehe ich riesige Raubkatzen und prächtige Papageien vor mir, leider aber auch viel Beton. Damals war Beton modern, zum Teil sogar so etwas wie „Kunst“. Heute will die grauen Wände niemand mehr sehen – der Allwetterzoo hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich gewandelt.

Allwetterzoo im Jahr 2012

Heute rolle ich meinen kleinen Sohn im schicken 21.-Jahrhundert-Buggy durch den Zoo, habe den Minirock im Schrank gelassen und mein Mann trägt die Locken äußerst kurz. Außerdem mit von der Partie sind unser sechsjähriger Sohn und die vierjährige Tochter. Ich sehe den alten Beton mit farbenfrohen Tierbildern verziert, die Tiergehege vergrößert und in einen grünen Park mit hohen Bäumen eingebettet. Auf dem Gelände laden mehrere gepflegte Spielplätze die Kinder zum Toben ein, Attraktionen wie der riesige Holzelefant und der hohe Rutschenturm inbegriffen.

Strauß mit zwei Köpfen?

Den Münsteraner Straußen geht es gut. Sehr gut sogar. Frau und Herr Strauß wollen Mama und Papa werden und arbeiten intensiv daran, direkt vor einer gaffenden Menschentraube. Ein Vater erklärt seiner Tochter: „Das ist nur ein Strauß mit zwei Köpfen.“ Eine Mutter meint: „Die machen Turnübungen.“ Nee, sage ich, die machen Babys. Unsere Kinder freuen sich und warten schon auf die Eier, das wird aber heute wohl nichts mehr.

Kattas sind nicht gern allein, offensichtlich!

Kattas sind nicht gern allein, offensichtlich!

Kattas mit – wie viel? – neun Köpfen???

Zu den Kattas dürfen wir ins Gehege. Kattas sind die kleinen Äffchen mit dem schwarz-weiß gestreiften Schwanz und den orangefarbenen Augen. Eigentlich hüpfen sie gern auf Ästen herum, turnen über den Boden und betteln Besucher an. Heute ging es bei den Kattas urgemütlich zu: Gruppenkuscheln, alle auf einem Haufen! Und dabei: pennen, was sonst? Die Kopfzählung ergab ungefähr neun Tiere … oder doch zehn? Hin und wieder blinzelten sie aus dem Fellhaufen hervor. Doch die Touris waren nicht interessant genug, um die Kuschelei zu unterbrechen.

Eine neugierige Bande - fast so neugierig wie die Zoobesucher!

Bei den Affen geht es rund!

Die Gorillas haben sich heute gestritten. Sie kreischten sich an und warfen sich mit ihren muskulösen Körpern aufeinander. Dann gingen sie getrennte Wege, das Gehege ist dafür inzwischen wirklich groß genug. So ein handfester Gorillastreit ist ziemlich imposant, da möchte man nicht dazwischengeraten! Die Orang Utans fanden einen Plüschdelfin im Wasser und rangelten sich darum, wer nun damit spielen durfte. Bei ihnen ging es allerdings ein wenig gesitteter zu, man schlich nur umeinander herum und versuchte, dem anderen das Teil aus den Händen zu angeln. Von unseren Kids kenne ich beide Versionen der Auseinandersetzung, oft bin ich froh, dass sie nicht 150 kg wiegen und auch keine Reißzähne besitzen.

Rennschnecken sind sehr schwer zu fotografieren.

Rennschnecken sind sehr schwer zu fotografieren.

Achtung, Rennschnecken!

Eine besondere Schneckenart treibt ihr Unwesen im Münsteraner Zoo: die gemeine Rennschnecke. Wir haben die Hinweistafel entdeckt, aber leider waren die kleinen Biester einfach zu schnell, sie bewegen sich am Rande der Wahrnehmungsgrenze. Auch meine Kamera brachte nur äußerst verwischte Aufnahmen zustande, sodass ich an dieser Stelle nur einen Blick auf das Schild anbieten kann.

Eintrittspreise Allwetterzoo Münster

Mit einer Träne im Knopfloch musste ich am Ende eines schönen Zootages feststellen, dass wir, sobald unser Jüngster drei Jahre alt ist, 49 Euro für einen Zoobesuch zahlen müssen (14 Euro pro Erwachsenem, 7 Euro pro Kind). Hinzu kommen drei Euro Parkgebühren und eventuell 4 Euro für einen Bollerwagen. Heute hatten wir zwei Gutscheine für den Kindereintritt dabei, sodass es deutlich günstiger wurde. Doch zum Glück gibt es Familientage im Münsteraner Zoo, mit reduzierten Eintrittspreisen. Und auf Coupons für Freikarten werde ich ab jetzt wieder verschärft achten.

Mehr Freizeit-Tipps für das Münsterland? Hier geht es zum praktischen Familienratgeber!




Volle Kraft voraus! – Oder: Was ist ein BS?

Etwas brummt und ruckelt durch unser Wohnzimmer, man fühlt sich fast wie auf der Landstraße.

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Motorhaube und Vorderreifen.

Brrrrummmm-brrrrrrummmm

Ein Jahr ist er alt, unser Neuer. Und schick sieht er aus, kein Zweifel. Garantie gab es freilich nicht, aber das war uns von Anfang an egal. Wer etwas Besonderes haben will, der muss Risiken eingehen, denken wir uns. Dafür sind die Motorengeräusche auf jeden Fall einmalig – und extrem abwechslungsreich. Vom langgezogenen brrrrrrrrrrrrrp über ein einfaches trtrtrtrtrt bis hin zum schrillen Quietschton ist alles drin, nur eines geht überhaupt nicht: lautlose Fortbewegung.

Stolperfalle mit Alarmton

Die Geräuschkulisse hat etwas für sich: Man weiß immer, wo sich der kleine Flitzer gerade befindet und tritt nicht so leicht drauf. Im Zweifelsfall saust er einem nämlich meistens direkt vor die Füße, vor allem dann, wenn man es eilig hat. Doch eine Stolperfalle mit Alarmton ist im Endeffekt gar keine Stolperfalle mehr, so dass die Unfallstatistik gar nicht erst erstellt werden muss.

Pure Motorenkraft

Manchmal spuckt der Motor auch (ehrlich gesagt ist es eher ein Sabbern), er stottert und kracht. Die Antriebskraft geht ihm dadurch allerdings nicht verloren, vor dem ersten Hahnenschrei setzt er sich in Bewegung und macht mit kurzer Garagenpause durch bis zum frühen Abend. Ein Datenblatt zu diesem Wunderwerk der Technik gibt der Hersteller nicht heraus, doch eines habe ich herausgefunden: Die Motorleistung liegt bei genau 1 BS. Ein BS ist gleich einem hundertstel PS. Babystärke eben.




Der weichherzige Koloss und die dämliche Quasselstrippe

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Manche Pärchen sind bare Münze wert, darum tauchen sie immer wieder auf. Ein besonderes Duo hat es vor allem den Kindern angetan – es erscheint in unterschiedlicher Verkleidung und besitzt doch hohen Wiedererkennungswert.

Dicker Kraftprotz entdeckt weiche Seite

Am Anfang steht der Kraftprotz. Er ist groß, schwergewichtig und häufig sehr selbstbezogen. Der Dicke kommt prima allein zurecht, wohnt im abgeschiedenen Sumpf oder zieht einsam durchs Land. Er redet nicht gern und hält sein Herz verschlossen. Er heißt Shrek, Boog oder Manni und wartet nur auf eines: dass er lernt, wie schööön Freundschaft sein kann. Und das am besten auf die ganz harte Tour!

Quasselkopf sucht dringend Anschluss

Hinzu kommt jemand, der auch nicht grundlos allein ist. Allerdings liegt es bei ihm nicht daran, dass er sich probemlos selbst durchs Leben schlagen kann (ganz im Gegenteil!), sondern eher an seiner allgemeinen Unerträglichkeit. Er macht körperlich nicht viel her, ist reichlich dämlich und labert den ganzen Tag. Diese Eigenschaften sind nicht allzu beliebt bei seinen Mitmenschen… äh… Mitttieren. Die Quasselstrippe nennt sich Esel, Elliot oder Syd, latscht zufällig dem dicken Kraftprotz über den Weg und möchte plötzlich nicht mehr von ihm lassen.

Der Stoff, aus dem die Helden sind

Ich habe gemeinsam mit meinen Kids „Ice Age 4“ im Kino gesehen und wir hatten einen irren Spaß. Manni und Syd als Kern der tierischen Heldentruppe sind auch im vierten Teil noch immer sehenswert! Und das, obwohl wir bereits alle drei „Shrek“ – Filme per DVD hinter uns haben, in denen Shrek und Esel als Abziehbilder des Ice Age Duos fungieren. In „Jagdfieber“ (1 bis 3) sahen wir zuvor Boog und Elliot bei ihren absurden Abenteuern zu. Eigentlich könnte man alle drei Filme zu einer einzigen Reihe zusammenlegen, doch die beiden Charaktere machen sich einfach zu gut in variierender Verkleidung. Schließlich ist Eddie Murphy durch uns Elterngeneration steinreich geworden – und auch Bud Spencer musste nie darben. Die beiden hätten echt ein gutes Filmpaar abgegeben.




Ein Forscherherz bringt uns auf Trab

Das Laufenlernen ist eine wirklich anstrengende Angelegenheit. Es erfordert eine monatelange Vorarbeit in Form von vielfältigen sportlichen Übungen – Rückschläge pflastern den Weg. Was treibt den Menschen vorwärts?

CIMG964nVom Wollen und Vollbringen

Wenn mein kleiner Babysohn einen Gegenstand richtig interessant findet, dann nimmt er etliche Anstrengungen auf sich, diesen in die Hände – und in den Mund! – zu bekommen. Die Physiotherapeutin macht sich das zu Nutze, präsentiert in der Frühförderung immer wieder neue bunte Spielzeuge und lässt den kleinen Kerl richtig dafür ackern. Das geht so weit, dass Baby-boy im Laufe der Therapiestunde immer motziger wird, doch sein Wille, die verlockenden Dinge zu erhaschen, bleibt ungebrochen. Er arbeitet tatsächlich bis zur Erschöpfung – und darf natürlich die begehrten Spielzeuge auch mal gründlich ablutschen.

Vom Nicht-Wollen-Können

„Wie gut, dass Babys so neugierig sind, sonst würden sie vermutlich einfach auf dem  Rücken liegen bleiben und gar nichts lernen“, stelle ich fest. Die Therapeutin erzählt mir daraufhin von geistig behinderten Menschen, die keine körperlichen Einschränkungen besitzen, aber ganz einfach nicht die Motivation finden, Laufen zu lernen. „Da muss man mit den ganz kleinen Fortschritten zufrieden sein.“ Diese Menschen sind so stark in sich selbst eingeschlossen, dass ihr Antriebsmotor für die motorische Weiterentwicklung stillgelegt ist. Sie können nicht wollen, nehmen ihre Umwelt wahrscheinlich nur sehr eingeschränkt wahr.

Was treibt uns voran?

Die pure Neugier treibt das Baby an. Es will wissen, wie die Dinge sich anfühlen, ob sie am Gaumen kleben, auf den zahnlosen Felgen rubbeln oder eine leckere Geschmacksrichtung besitzen. Wie klingt der Breilöffel, wenn man ihn auf den Tisch schlägt? Wie weit kann man Mamas Brille schmeißen, wenn man sie mal zu fassen bekommt? Ein gesundes Menschenkind ist unfassbar neugierig auf seine Umgebung, eine wahre Forschernatur. Was wird daraus, wenn wir Menschen älter werden? Ist unser Forscherherz nur eine vorübergehende Erscheinung? Gewöhnen wir uns mit den Jahren so sehr an die Welt, dass uns kaum noch etwas überraschen kann? Wenn wir diese Neugier in uns wiederentdecken können: Vielleicht setzen wir dann ungeahnte Kräfte frei!




Frisch frisiert, geschminkt und besabbert

Eine Ruhepause auf dem Sofa: mein Mann auf der einen, ich auf der anderen Seite. Um uns herum tobt das Leben weiter, das Erwachen beschert somit einige Überraschungen.

    Der Look geht ab!

Der Look geht ab!

Die Waffen derHeim-Visagistin

Ja, die Utensilien für die Schminkpuppe unserer Tochter stehen hoch oben auf dem Schrank, zur Sicherheit. Doch die netten Treppenhochstühle der Kinder stellen, wie der Name schon sagt, praktischerweise eine Kombination aus Treppe und Hochstuhl dar. So können auch ferne Orte problemlos erreicht werden, vor allem dann, wenn die Eltern unaufmerksam sind. Ich persönlich war deshalb unaufmerksam, weil mein Babysohn während der Sofapause auf mir herumkrabbelte und ich ihn ständig von einem gewagten Sprung in die Tiefe abhalten musste, mein Mann schnarchte seinerseits friedlich vor sich hin. Also hatte die Heim-Visagistin freien Zugriff auf ihre Gerätschaften.

Der Schminkangriff

Während das Baby glücklich prustend mit einem Schwall von Sabber meinen Pulli tränkte, fuhr plötzlich ein breiter Pinsel durch mein Gesicht: Mit konzentrierter Miene platzierte Töchterchen gerade mein neues Make-up. Naja, es handelte sich ja nur um den Puderpinsel! Zu spät bemerkte ich, dass sie den Puderpinsel längst durch einen roten Schminkstift eingetauscht hatte. Und dass besagter Pinsel mit blauem Lidschatten bestäubt gewesen ist, fiel mir erst sehr viel später auf. Außerdem fanden wunderhübsche Spangen ihren Weg in meine Haare und an mein Handgelenk, der fünfjährige Sohn half kräftig dabei mit. Baby versuchte, die Spangen wieder aus meinen Haaren zu grabbeln, besabberte dabei auch noch meine Brille und zog mir an der Nase. Ach ja, familiäre Gemütlichkeit!

Jungfräulichkeit verloren

Als mein Mann endlich erwacht, hat er allen Anlass zum Schmunzeln: „Du wirst ja mal wieder umlagert!“ Ich stimme ihm zu: „Ja, schau mich an! Gegen mich siehst Du aus wie eine Jungfrau!“ – „Jungfrau? Ich bin weder jung noch Frau.“ – Ich muss lachen und rufe aus: „Aber du bist unbefleckt!“ Der Blick in den Spiegel gibt mir Recht, die Unbeflecktheit habe ich gerade eben auf dem Sofa verloren. Aber volle Kanne!




Wenn Mama eine Mandarine schält…

Was bedeutet Muttersein?

Was bedeutet Muttersein?

Wer findet eine treffende Definition für das Muttersein, in zwei prägnanten Sätzen? Mein fünfjähriger Sohn landete einen Volltreffer.

Die Frucht entscheidet

Vorweihnachtszeit. Wir sitzen gemütlich am Esstisch, vor uns ein großer Teller mit Mandarinen. Ich nehme mir eine Frucht und beginne, sie zu pellen, die Blicke meiner kleinen Tochter und meines fünfjährigen Sohnes folgen mir. Und dann kommt die beinah melancholisch klingende Feststellung aus Kindermund: „Wenn ich eine Mandarine schäle, dann gehört sie mir. Wenn Mama eine Mandarine schält, dann gehört sie allen.“ Volltreffer! – Wer hat wohl die besagte Mandarine gegessen, was meint ihr?

Mamasein heißt vor allem: Teilen

In der Zeit meines Single-Lebens hatte ich alles für mich selbst und die Entscheidung lag ganz bei mir, was davon ich eventuellen Gästen anbot. Nun, als dreifache Mutter, teile ich dauerhaft nicht nur mein Obst, sondern auch meine gesamte Zeit, manchmal auch mein Bett, meinen Stuhl und, für wdr-maus Spiele, sogar mein sehr geschätztes Netbook. Im Endeffekt teile ich schlicht und ergreifend alles, ungefähr durch fünf. Der Platz in meinem Urlaubskoffer war auch schon geräumiger, als ich keine Kinderkleidung, Lätzchen und Spielzeug einpacken musste. Meine Garderobe wird im Urlaub diesmal recht spartanisch ausfallen.

Das Gesetz vom Teilen

Wer teilt, der hat selbst weniger. Stimmt das? Ja, ich habe weniger Platz (dafür mehr Arbeit) und bekomme an vielen Stellen nicht mehr meine gewohnte volle Portion. Doch insgesamt habe ich viel mehr als ich zuvor auch nur ahnte. Um das allerdings zu verstehen, muss man selbst eine Mutter sein.





Der Mork vom Ork lebt unter uns

In meiner Kindheit gab es eine Fernsehserie, die mir im Gedächtnis geblieben ist. Heute beschleicht mich der Verdacht, dass der Außerirdische aus der Sitcom „Mork vom Ork“ mit mir unter einem Dach lebt – sogar in dreifacher Ausfertigung!

So sitzt man auf dem Ork

So sitzt man auf dem Ork

Es morkt gewaltig

Der Mork kommt Anfang der 80‘er Jahre mit seinem Raum-Ei in unsere Welt, um die Sitten und Gebräuche der Erdlinge zu erforschen. Zwar hat er zuvor bereits vieles im Fernsehen gesehen, doch ganz real inmitten der Menschen zu leben, bringt trotzdem einige Herausforderungen mit sich. Sowohl der Mork als auch seine neuen Freunde erleben eine Art kulturellen Zusammenprall. Insofern man bezüglich des Morks das hochtrabende Wort Kultur verwenden kann…

Der Mork unter uns

Der Ork könnte auch der Heimatplanet meiner lieben, kleinen Mitwohner sein, die sich seit einiger Zeit in meinem Leben herrlich breitmachen. Bestimmte kulturelle Besonderheiten erkenne ich ganz klar wieder: So ist beispielsweise die typische Sitzposition, mit den Beinen in der Luft, unter meinen hauseigenen Aliens verbreitet. Die völlige Verständnislosigkeit, die sie meinen Tischmanieren entgegen bringen, untermauert die Theorie, dass hier tatsächlich unterschiedliche Weltraumdimensionen aufeinandertreffen. Ursprünglich hatte ich einen der kleinen Morks als ein besonders wildes Trüffelschwein identifiziert, doch diese Typisierung muss ich nochmals überdenken.

Gebräuche vom Ork

Ob bestimmte weitere Sitten und Gebräuche meiner Aliens tatsächlich vom Ork stammen, lässt sich derzeit nicht weiter verifizieren: Meine Erinnerungen an das große Fernsehvorbild sind leider begrenzt. Die Angewohnheit, alle Gegenstände, deren man habhaft wird, auf einen großen Haufen zu werfen und dieses Vorgehen wahlweise als „großen Grill“, „Müllhalde“ oder gar „Einkaufsladen“ zu bezeichnen, kommt mir doch reichlich außerirdisch vor. Möglichst viele Stühle und Tische rund um das Sofa zusammenzuschieben und das Ergebnis eine „Asa“ zu nennen gibt derweil deutliche Hinweise auf fremdsprachliche Herkunft der eifrigen Baumeister.

Fremde Sprachen sind schwer verständlich

Und wo wir grad bei fremden Sprachen sind: Dass die kleinen Morks allmählich immer besser diejenige Sprache sprechen, die wir Erdlinge als „Deutsch“ bezeichnen, ist auf reine Übung zurückzuführen. Wie steht aber es mit dem Sprachverständnis? In diesem Bereich liegt noch einiges im Argen. „Lass uns auf den Spielplatz gehen“, scheint ein für den durchschnittlichen Orkbewohner sehr leicht verständlicher Satz zu sein, wohingegen „Lass und Zähneputzen gehen“ kaum Gehör findet. Wo genau der linguistische Unterschied liegt, vermag ich als Nicht-Fachfrau nicht so genau zu erkennen. Aber: Wir bekommen das Problem noch in den Griff. Hamsti Bamsti. Und in  diesem Sinne: „Nano-Nano“!