Geschenkideen für Kleinkinder

Es ist soweit: Der erste oder zweite Geburtstag naht mit großen Schritten. Das Enkel- oder Patenkind, die Nichte oder der Neffe, feiert mit Freunden und Verwandten und erwartet selbstverständlich viele schöne Geschenke.

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Geschenkidee für Kleinkinder: den Fahrzeugpark erweitern!

Geschenkideen zum ersten Geburtstag

Die meisten Kinder erlernen im zweiten Lebensjahr das selbstständige Laufen: Für die Kleinen ist dies im wahrsten Sinne des Wortes ein besonders wichtiger Schritt nach vorn. So genannte Schiebefahrzeuge unterstützen den Prozess des Laufenlernens und steigern die Mobilität des Kindes schon vor den ersten freien Schritten. Die kleinen, zumeist bunt gestalteten Rennfahrzeuge besitzen einen Schiebegriff, an dem das Kind sich festhalten kann – und ab geht`s quer durch die Wohnung! Mama und Papa werden sich wundern, wie schnell die kleinen, krummen Beinchen schon flitzen können.

Doch auch der Fahrspaß kommt nicht zu kurz: Man kann auf dem Schiebefahrzeug auch bequem Platz nehmen und damit herumfahren, Lenkrad und Hupe inbegriffen. Das klassische Bobby Car ist ebenfalls ein schönes Geschenk zum ersten Geburtstag, vor allem dann, wenn das Kind bereits einen Lauflernwagen besitzt. Im Anhänger kann sogar der Lieblingsteddy Platz nehmen. Aber Achtung, kleiner Bär: Mit etwas Übung fährt dein Besitzer einen echt heißen Reifen!

Ein Lauflernwagen zum ersten Geburtstag

Der bereits erwähnte Lauflernwagen ist in vielen Varianten erhältlich. Auch er wird herumgeschoben und bietet dem Kind dabei festen Halt. Die zusätzlichen Spielmöglichkeiten sind dabei ein Extra-Schmankerl: Manch ein Lauflernwagen ist gleichzeitig ein hübscher Puppenwagen, eine Art Schubkarre oder ein kleiner LKW. Auf jeden Fall kann man damit jede Menge Spielzeug von einer Wohnungsecke in die nächste transportieren, das hält den kleinen Arbeiter auf Trab.

Einige Modelle sind mit beweglichen Spielfunktionen ausgestattet, wie beispielsweise mit Sortierstationen, Rasseln, drehbaren Bällen, blinkenden Lichtern und ähnlichen Dingen, die Kleinkindern Freude bereiten. Lauflernwagen gibt es sowohl in schwerer Echtholzqualität als auch in Form kunterbunter Kunststoffprodukte.

Musikinstrumente für Kleinkinder

Babys und Kleinkinder lieben es, unterschiedliche Arten von Geräuschen zu erzeugen. Dabei ist es völlig egal, ob sie die Anlagen für eine musikalische Karriere in sich tragen, oder nicht. Zuerst einmal gilt vor allem der Grundsatz: Lärm macht Spaß! Eine Trommel, die man um den Nacken hängen kann, ist besonders praktisch für Kleinkinder, die bereits laufen können. So können sie trommelnd durch die Wohnung ziehen und dabei jedermann verkünden: Hier bin ich!

Ein Xylophon macht wahrscheinlich etwas elternfreundlichere Geräusche, die hellen, klaren Klänge sind aber auch bei Kindern beliebt. Hier lernt das Kleinkind zum ersten Mal die Tonleiter kennen und spielt mit Elternhilfe „Alle meine Entchen“. Rasseln, Spielzeuggitarren und sogar ganze Schlagzeugensembles gibt es auf dem Spielwarenmarkt zu kaufen. Im Bereich der Kinder- Musikinstrumente ist also für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Geschenkideen zum zweiten Geburtstag

Ab etwa dem zweiten Geburtstag erlernen die meisten Kinder das Laufradfahren. Laufräder sind seit einigen Jahren ein neuer und sinnvoller Trend auf dem Kinderfahrzeug-Markt: Hier werden Gleichgewichtssinn und Koordination spielerisch trainiert, eine besonders gute Vorbereitung auf das Fahrradfahren. Auch ein kleinkindgerechter Tretroller ist ein altersgerechtes Geschenk, doch erfahrungsgemäß wird der hierfür benötigte Bewegungsablauf von einem Zweijährigen nicht so schnell erlernt, wie das Laufradfahren.

Wer nur ein schmales Budget für das Geburstagsgeschenk besitzt, der kann sich auch erkundigen, ob das Kind ein Laufrad oder einen Roller von jemand anderem geschenkt bekommt: Dann bietet es sich an, eine besonders hübsche Klingel, eine Hupe oder ein Lenkerkörbchen für den Transport von Spielzeugen beizusteuern.

Ein echter Klassiker: die Kugelbahn

Kugelbahnen werden in Hülle und Fülle sowohl im Internet als auch im örtlichen Fachhandel angeboten. Kleine Kinder lieben es, die Kugeln eigenhändig auf die Bahn zu legen und dann zu beobachten, wie diese über Kurven und Hindernisse abwärts rollt. Auf vielen Kugelbahnen werden durch das Herabrollen Geräusche und Bewegungen erzeugt, die das Kind zum Lachen bringen.

Bei Kugelbahnen für Kleinkinder gilt es zu beachten, dass diese eine gute Standfestigkeit besitzen, denn die kleinen Hände stoßen sonst schnell etwas um. Außerdem müssen die Kugeln eine gewisse Größe aufweisen, damit sie nicht verschluckt oder eingeatmet werden können. Murmeln sind nur dann sinnvoll, wenn ein Erwachsener ständig dabei ist und aufpasst, dass die kleinen Glaskugeln nicht im Mund des Kindes landen. Selbstverständlich gibt es noch viele andere, tolle Geschenkidee für Kleinkinder. Wer jetzt noch nicht das Richtige gefunden hat, kann sich zum Beispiel über Bewegungsspielzeuge informieren.




Die erste Zeit mit dem Baby

 

Die Schwangerschaft ist bereits eine anstrengende Zeit, die allerdings auch mit viel Vorfreude verbunden ist: Wie wird es wohl sein, das neue Familienmitglied? Ist das Kind endlich geboren, beginnt ein völlig neues Kapitel in der Familiengeschichte, das oftmals mit unerwarteten Schwierigkeiten verbunden ist. Viele Eltern werden von dem kleinen Wesen bald schon an ihre Grenzen gebracht, denn sie sind Tag und Nacht gefordert.

CIMG5888In den Tagen nach der Geburt: kein unnötiger Stress

Frischgebackene Eltern sollten sich am besten in den allerersten Wochen nach der Geburt möglichst wenig vornehmen. Durchforsten Sie Ihren Terminkalender nach allen Terminen, die man streichen kann, oder die sich verlegen lassen. Nehmen Sie sich so viel Zeit wie möglich für ein entspanntes gegenseitiges Kennenlernen mit dem Säugling. Leider ist es nicht immer machbar, das der Vater sich zwei bis drei Wochen frei nimmt, doch dies ist die beste Variante. Auch der Papa sollte sich von Anfang an um sein Baby kümmern und sich intensiv mit dem Nachwuchs anfreunden. So entsteht eine enge Bindung, die in späteren Zeiten noch von Vorteil sein wird.

Im Wochenbett: Besuch reduzieren

Nach der Geburt meldet sich oft viel Besuch an, denn alle Verwandten und Freunde möchten gern das Baby sehen. Den meisten jungen Familien tut es aber viel besser, wenn sie zu Anfang ihre gemeinsame Ruhe genießen können. Wer sich den Besuchsstress im Wochenbett ersparen möchte, der kann durchaus schon vor der Geburt allen Interessierten freundlich Bescheid geben: „Wir benötigen eine Zeit der Ruhe, um als Familie zueinander zu finden und möchte darum in den ersten beiden Wochen mit Baby nur die Großeltern bei uns haben. Bitte habt Verständnis“. Ein Neugeborenes fühlt sich ohnehin am wohlsten in der Geborgenheit der elterlichen Arme und möchte noch gar nicht herumgereicht werden. Die junge Mutter muss sich zudem von den Strapazen der Geburt erholen, sie befindet sich ja noch im Wochenbett. Zu viel Stress kann eventuell einen Milchstau bei stillenden Frauen auslösen.

Nach der Geburt: Hilfe annehmen

Auch das Bitten um Hilfe sollte für junge Eltern kein Tabu sein. Wer sich Tag und Nacht um ein Baby kümmert, der schafft oft die alltäglichen Aufgaben kaum noch. Wenn also jemand während der Schwangerschaft fragt: Was kann ich zur Geburt schenken? Dann sagen Sie doch einfach, dass Sie sich in der ersten Woche nach der Geburt jeden Tag ein Mittagessen wünschen – es kann auch ein ganz einfaches Rezept sein. Und schicken Sie die Schwiegermutter nicht gleich weg, wenn diese sich in den Kopf gesetzt hat, mal durch die Wohnung zu wischen. Lassen Sie die glückliche Oma mal ein bis zwei Stunden mit dem Kinderwagen herumfahren, während Sie sich als Paar eine ungestörte, schöne Zeit machen.

Wenn das Neugeborene krank ist

In den ersten drei Monaten genießen die Säuglinge zwar noch den so genannten „Nestschutz“, der sie dank mütterlicher Antikörper selten krank werden lässt, doch manchmal greift dieser Schutz nicht ganz. Wenn Ihr Säugling erhöhte Temperatur bekommt, die Nase zu sitzt oder ein Husten aufkommt, dann scheuen Sie sich nicht, möglichst schnell zum Arzt zu gehen, auch wenn Sie für sich selbst bei einer Erkältung keinen Doktor konsultieren. Ein Husten könnte auf eine beginnende Bronchitis hindeuten und erhöhte Temperatur mag Ursachen haben, die ein Laie gar nicht erkennt. Ein Neugeborenes sollte immer möglichst bald nach Auftreten von Krankheitssymptomen therapiert werden, damit sich Krankheiten nicht verschlimmern. Kein Kinderarzt schickt eine besorgte Mutter mit einem hustenden Neugeborenen wieder nach Hause.




Blähungen beim Baby: Was kann man dagegen tun?

 

Säuglinge haben häufig Bauchweh oder Koliken, da ihr Verdauungssystem noch nicht ganz ausgereift ist. Wie kann man den Kleinen Erleichterung verschaffen?

CIMG5676Flaschenkinder bekommen häufiger Blähungen als gestillte Säuglinge. Der Grund dafür ist, dass die Babys beim Stillen im Normalfall weniger Luft schlucken. Außerdem ist ihre Position beim Stillen zumeist aufrechter als beim Trinken aus der Flasche. Doch egal, ob der Säugling aus der Flasche oder aus der Brust trinkt: In Trinkpausen oder nach der Nahrungsaufnahme sollte sich die Mutter (oder der Vater) immer Zeit dafür nehmen, dem Kind ein Bäuerchen zu entlocken. Dabei entweicht schon einige Luft aus dem Magen, die anschließend nicht mehr in den Darm gelangen kann.

Bäuerchen als Vorbeugung gegen Blähungen

Das Bäuerchen ist sicher kein Allheilmittel gegen Bauchschmerzen, doch kann dieser kleine Luftstoß schon einige Erleichterung bringen. Legen Sie dafür das Köpfchen des Babys auf Ihre Schulter, mit einem Spucktuch darunter, und klopfen oder massieren kreisförmig ganz leicht den Rücken. Die aufrechte Position lässt die Luft aus dem Magen nach oben steigen. Das funktioniert auch, wenn der Säugling nach seiner Mahlzeit tief und fest eingeschlafen ist.

Vorbeugung gegen Blähungen beim Fläschchentrinken

Geben Sie Ihrem Kind nicht in waagerechter Lage die Flasche, sondern bringen Sie es in eine Postion, in der der Kopf deutlich höher liegt als der Magen. So gelangt weniger Luft beim Schlucken in die Speiseröhre. Achten Sie außerdem darauf, dass der Sauger keine Luftbläschen mehr enthält, wenn Sie Ihrem Baby die Flasche anbieten.

Blähungen beim Säugling trotz Stillen

Eine stillende Mutter sollte grundsätzlich vorsichtig sein mit dem Verzehr blähender Lebensmittel, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln, Lauch, Rettich und ähnlichem. Die Inhaltsstoffe dieser Nahrung gelangen auch in die Muttermilch! Wegen der unterschiedlichen Empfindlichkeit der einzelnen Säuglinge ist es durchaus möglich, kleine Mengen von Bohnen oder Erbsen zu probieren und den Effekt am nächsten Tag abzuwarten, denn die blähenden Lebensmittel sind auch besonders gesund. Doch natürlich ist es auch möglich für die junge Mutter, sich vollkommen zu enthalten, wenn die Vitaminversorgung anderweitig gesichert ist.

Hilfe gegen die Blähungen

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen kann es zu Blähungen kommen. Jedes Kind ist unterschiedlich empfindlich gegen die schmerzhaften Gase im Darm. Ein sich windender Säugling mit verzerrtem Gesicht hat mit großer Wahrscheinlichkeit Bauchschmerzen, vor allem, wenn die letzte Mahlzeit nicht lange her ist. Ein vorsichtiges Wärmen des Bauches mit einem nicht zu heißen Kirschkernkissen kann Abhilfe schaffen. Zusätzlich ist zwischen zwei Erwärmungsphasen eine Bauchmassage hilfreich. Schalten Sie dabei eine beruhigende Musik, wie beispielsweise die Spieluhr, oder den Föhn an, damit das Baby sich entspannt. Dann massieren Sie mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn herum um den Bauchnabel.

Hausmittel und Medikamente gegen Blähungen

Fragen Sie Ihre Hebamme oder in der Apotheke nach Kümmelöl oder Kümmel-Fenchelöl, einem alten Hausmittel, das bei der Bauchmassage des Babys Anwendung findet. Generationen von Müttern haben dieses hilfreiche Öl bereits erfolgreich verwendet. Auch Kümmelzäpfchen helfen bei der „Entlüftung“ des Babys. Im schlimmsten Fall, wenn das Kind gar nicht mehr zur Ruhe kommt, verschreibt der Kinderarzt Medikamente, die Magen und Darm beruhigen, indem sie die vielen, kleinen Luftbläschen zu großen Blasen vereinen, die dann einfacher hinaus zu befördern sind.

Wer sich gerne mit vielen anderen Eltern über dieses und andere Themen austauschen möchte, dem sei die Mitgliedschaft bei den Familienportalen Netmons oder Urbia empfohlen.

Bitte beachten Sie, dass ein Blogartikel generell keinen fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen kann.




Baby und Kleinkind: zwei Kinder mit geringem Altersabstand

 

Ob geplant oder als unverhoffter Ausrutscher: Zwei Kinder kurz hintereinander zu bekommen, bedeutet am Anfang ganz viel Mühe. 

 CIMG6130Fruchtbarkeit nach Geburt

Es geht die Sage um, dass Mütter direkt nach der Entbindung ganz besonders fruchtbar sein sollen. Das Stillen wirkt sich zwar eher hemmend auf den Eisprung aus, bedeutet aber kein sicheres Verhütungsmittel: So hielt schon manch überraschte Frau in einem Arm den Säugling und mit der anderen Hand den positiven Schwangerschaftstest.

Zwei Wunschkinder in geringem Abstand

Einige Eltern planen auch den geringen Altersabstand ihrer Kinder und freuen sich, wenn die gewünschte zweite Schwangerschaft schnell zustande kommt. Oft kam die Mutter oder der Vater selbst bereits in den Genuss eines beinah gleichaltrigen Bruders oder einer Schwester, darum fiel die Entscheidung leicht. Manchmal glauben die Eltern auch einfach der verbreiteten und sicher nicht weit hergeholten Annahme, zwei Kinder, die kurz hintereinander geboren wurden, entwickeln sich zu besonders guten Spielkameraden.

Junge und Mädchen in geringem Abstand?

Auch, wenn einige Eltern dies gern so hätten: Das Geschlecht eines Kindes kann weder Vater noch Mutter bestimmen. Die Überlegung, dass zwei Brüder oder zwei Schwestern eventuell besser und intensiver miteinander spielen könnten, als Kinder unterschiedlichen Geschlechts, geht den (angehenden) Eltern sicher irgendwann durch den Kopf. Wenn dann nach dem Jungen ein Mädchen geboren wird, steht natürlich die Frage im Raum: Ist das Ziel, zwei nahe beieinander liegende Spielkameraden im Haus zu haben, in dieser Konstellation überhaupt erreichbar? Die Erfahrungen von Elternpaaren, die sich bereits in der Situation befanden, besagen: Ja, auch Junge und Mädchen können sehr gut miteinander auskommen. Die Frage, ob die Geschwister miteinander harmonieren, ist vor allem eine Charakter- und weniger eine Geschlechtsfrage. Also bedeutet weder das Geschlecht, noch der geringe Altersabstand an sich eine feste Garantie für ein gutes Miteinander der Kinder.

Zügige Familienplanung

Einen besonderen Vorteil hat die rasche Schwangerschaftsfolge in jedem Fall: Die Familienplanung kann, wenn gewünscht, schnell abgeschlossen werden. Es wird nur eine durchgehende Phase der Kleinkind- und Babybetreuung geben, die durchwachten Nächte müssen nicht nach ein paar Jahren noch einmal wiederholt werden. Die Kinder werden in kurzem Abstand in den Kindergarten und dann in die Schule kommen, der elterliche Freiraum erweitert sich damit wieder dauerhaft. Es sei denn, es kommt in späteren Zeiten ein neuerlicher Kinderwunsch auf …

Zwei Jahre durchhalten

Während der Schwangerschaft ein Kleinkind zu betreuen, ist bereits anstrengend. Doch nach der Geburt des Babys wird es erst richtig interessant: Zwei kleine Wesen, die fast noch gar nichts selbst können, müssen tagein, tagaus gewickelt, umgezogen, gefüttert und beschäftigt werden. Ein Baby in Ruhe zu stillen, während das Kleinkind durch die Wohnung tobt, ist kaum möglich. Oftmals werden die Kinder in der Nacht abwechselnd wach, sodass die Eltern kaum noch schlafen können. Und wenn das Baby endlich zu einem geregelten Mittagsschlaf gefunden hat, dann verweigert das Kleinkind vielleicht schon die tägliche Ruhepause. Erfahrungsgemäß dauert es etwa zwei Jahre ab der Geburt des zweiten Kindes, bis die kleine Familie einigermaßen zu sich selbst gefunden hat. Bis dahin wird es wirklich anstrengend!

Zwei Kleinkinder: möglichst keine festen Ziele setzen

In der ersten Zeit mit zwei kleinen Kindern brauchen die Eltern vor allem eines: viel Gelassenheit. Verzichten Sie weitestgehend auf feste Ziele und Termine, solange, bis sich der Familienalltag eingependelt hat. Seien Sie sich im Voraus darüber im Klaren, dass Ihr Leben sich von Grund auf ändern wird und dass die freien Minuten für einen langen Zeitraum Seltenheitswert besitzen. Immer wieder werden unerwartete Ereignisse Sie aus Ihrer geplanten Bahn werfen und den Tagesablauf neu bestimmen. Aber seien Sie auch froher Erwartung: Irgendwann ist diese Lebensphase wieder vorbei. Ihre beiden Kinder werden auf kurz oder lang nicht mehr ständig an Ihnen hängen und womöglich über Langeweile klagen: Sie entdecken sich schnell gegenseitig als fast gleichaltrige Spielkameraden. Eine gute Austauschplattform für mehr oder weniger gestresste Eltern bietet die Familien-Community urbia.de. Und wer sich speziell Gedanken über den Transport von zwei kleinen Kindern auf gemeinsamen Spaziergängen macht, dem sei dieser Ratgeber-Artikel empfohlen.




Wie wird mein Kind trocken? Sauber werden ohne Druck

Einige Kinder werden beinah wie von selbst sauber, andere brauchen viel Zeit und Übung. So gelingt es Ihrem Kind, ohne Windeln auszukommen.

9a80e2ce.mTrockenwerden ist ein individueller Prozess

Bei jedem Kind verläuft das Trockenwerden anders. Einige Frühstarter schaffen den großen Sprung bereits mit zwei Jahren, andere erst mit vier oder gar fünf. Im Durchschnitt sind die Toiletten-Neulinge um die drei Jahre alt, wobei die meisten Dreijährigen noch nachts eine Windel benötigen. Das Trockenwerden hat etwas mit körperlicher Reifung zu tun und kann nicht erzwungen werden. Ein Kind, das seine volle Blase noch gar nicht richtig wahrnimmt, wird durch zu frühzeitige Sauberkeitserziehung stark unter Druck gesetzt, ohne das verlangte Ziel erreichen zu können. Darum haben die meisten Kindergärten die alte Regel abgeschafft, dass alle dreijährigen Neuankömmlinge von der Windel entwöhnt sein müssen, um überhaupt aufgenommen werden zu dürfen: Einige brauchen nun mal etwas mehr Zeit.

In der Sauberkeitserziehung Stresszeiten meiden

Wenn beispielsweise ein neues Geschwisterchen kommt oder andere, größere Veränderungen in der Familie anstehen, dann ist es keine gute Zeit, mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen. Kleine Kinder sind sehr sensibel und reagieren mit Überforderung, wenn sie in anstrengenden Zeiten solch wichtige Schritte „leisten“ sollen. Warten Sie besser, bis der Stress sich gelegt hat, auch wenn es Ihnen als Eltern dann recht spät für das Sauberwerden ihres Kindes erscheint. Denn es ist besser, wenn Ihr Kind etwas später die Windeln ablegt und dann dauerhaft trocken bleibt, als zum falschen Zeitpunkt mit vielen, für alle Seiten deprimierenden Rückfällen.

Wofür ist das Töpfchen oder die Toilette da?

Zuallererst muss das Kind erfahren, wozu ein WC oder ein Töpfchen überhaupt benutzt wird. Dies geschieht durch das gemeinsame Anschauen entsprechender Bilderbücher und dem Begleiten der Eltern auf die Toilette. Ein Teddy oder eine Puppe kann spielerisch das „Pipimachen“ simulieren. Manche Puppen können sogar eine Wasserstrahl abgeben und so eine besonders echte Demonstration bieten. Auch das Kind selbst darf bei Wunsch „Probesitzen“. Vielleicht möchte es auf dem Töpfchen oder der Toilette gemeinsam mit Mama oder Papa ein Bilderbuch lesen? Dabei sollte vor allem eine Regel gelten: Das Kind bleibt nur so lange sitzen, wie es selbst möchte.

Ans Töpfchen gewöhnen

Am einfachsten funktioniert die Gewöhnung ans Töpfchen bei warmen Außentemperaturen im eigenen Garten. Dort kann das Kind ohne Windel laufen, während die kleine Toilette an gut sichtbarer Stelle steht. Psychologisch gut ist es, wenn das Kind sich sein Töpfchen selbst im Geschäft ausgesucht hat und dieses besonders lustig gestaltet ist. Eine gute Hilfe bieten Mini-Kindertoiletten, die Musik machen und an denen der kleine Pipi-Profi sogar die Spülung nachahmen kann. Doch ist weder ein Garten noch ein solches Spielzeug unbedingt nötig, um den Kleinen die Freude am Toilettengang zu vermitteln. Wichtig ist, dass das Kind ohne die saugende Windel am Po seine Ausscheidungen spüren lernt. Wenn die Hose feucht wird, dann ist dies ein Signal, zumindest den verbliebenen Rest aus der Blase in den dafür vorgesehenen Behälter zu bringen.

Die Geduld der Eltern ist gefragt

Den Eltern sei empfohlen, ganz gelassen bei der Sache zu bleiben. Rechnen Sie mit einer langen Phase des Trockenwerdens, dann haben Sie eventuell Gelegenheit, freudig überrascht zu sein, wenn es schneller geht. Strafen Sie das Kind auf keinen Fall, wenn das Sauberwerden nicht gelingt. Kinder, die man zum Trockenwerden nötigt, können psychische Probleme bekommen und vielleicht im Schulalter wieder zu Bettnässern werden. Belohnen Sie vor allem zu Anfang kleine Erfolge mit ausgiebigem Lob. Das Kind wird dabei sehr stolz auf seine eigenen Leistungen sein. Feierlich kann das erste Pipi aus dem Töpfchen gemeinsam zur Toilette gebracht und abgespült werden: Willkommen in der Welt der Großen!

Alternativen zum Töpfchen

Für die Benutzung der Erwachsenen-Toilette existieren einfache Hilfsmittel, die den Kleinen die „Thronbesteigung“ erleichtern. Ein die Öffnung verkleinernder Toilettenaufsatz kostet nur wenige Euro und ist pflegeleicht sowie feucht abwischbar. Dazu ist ein kleiner Trittschemel empfehlenswert. Die Luxus-Variante ist der Toilettensitz mit integrierter Leiter.

Auch nachts ohne Windeln

Das nächtliche Trockenwerden geschieht nur selten gleichzeitig mit dem Sauberwerden am Tag. Manchmal dauert es sogar einige Jahre, bis es auch nachts klappt. Bis zur Schulzeit sind die Kinder in den allermeisten Fällen auch die Nachtwindel los, dann haben sie einen wichtigen Schritt zum „Großwerden“ hinter sich gebracht!




Transportmöglichkeiten für Baby und Kleinkind: Alternativen zum Geschwisterwagen

 

Welche Möglichkeiten gibt es, Baby und Kleinkind zusammen zu transportieren? Wir stellen Ihnen alle Alternativen zum Geschwisterwagen vor.

17de2cfa.mZwei kleine Kinder: Alternativen zum Geschwisterwagen

Ein Geschwister- oder Zwillingswagen ist die erste Möglichkeit, die den meisten Eltern in den Sinn kommt, wenn sie zwei kleine Kinder transportieren müssen. Diese Kinderwagen gibt es in Form eines Doppelsitzers oder eines Tandems. Während der Doppelsitzer nur schmale Sitzflächen zulässt, aber insgesamt etwas leichter ist, bietet das Tandem etwas mehr Platz mit einem zumeist höheren Gewicht. Ein Doppelsitzer passt nicht durch schmale Gänge und enge Türen, dafür besitzt der Tandem-Wagen einen besonders große Wendekreis. Der Doppelsitzer ist für die Kinder deutlich kommunikativer.

Anstrengende Handhabung des Geschwisterwagens

Wer viel in der Stadt unterwegs ist, in mit Warenständern vollgestellten Läden einkaufen geht oder gar häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, der wird mit einem Geschwisterwagen immer wieder mal in Schwitzen kommen. Und im Kofferraum des Autos nimmt er viel Platz weg. Doch gibt es wirklich einfachere Lösungen?

Was ist ein Kinderwagenboard?

Ein Kiddy-Board – auch Kinderwagenboard genannt – wird vor allem von Eltern verwendet, die ein Kleinkind und ein Baby haben. Im Kinderwagen liegt dann selbstverständlich der jüngste Nachwuchs und schlummert (hoffentlich) friedlich vor sich hin, während das Kleinkind gemütlich auf dem am Wagen angebrachten Board steht. So viel zur Theorie. In der Praxis ist es natürlich so, dass Kleinkinder dazu neigen, Trotzanfälle zu bekommen und nicht immer dazu bereit sind, sich stehend befördern zu lassen. Sie verlangen vielleicht wieder nach ihrem eigenen, altbekannten Buggy (den Mama nicht gleichzeitig schieben kann) oder springen lieber vom Board herunter und laufen herum. Festschnallen auf dem Kinderwagenboard geht natürlich nicht. Es gibt natürlich auch diese schönen Tage, an denen alles läuft wie am Schnürchen und das ältere Geschwisterkind die Fahrt auf dem Board genießt. Wahrscheinlich wird es vor allem ganz zu Anfang die neue Transportmöglichkeit höchst interessant finden und sich gern herumkutschieren lassen. Für die Eltern ist zu beachten, dass nicht jedes Board an jeden Wagen passt. An einigen Kinderwagen, vor allem an Billigmodellen, lässt sich gar kein Board befestigen. Also: Vor dem Kauf des Kinderwagens gründlich erkundigen!

Später dann: das Buggyboard

Ein Kind sitzt, das andere steht. Und vielleicht funktioniert das mit steigendem Alter auch mal abwechselnd. Die Vor- und Nachteile gestalten sich ähnlich, wie beim Kinderwagenboard, es liegt ja auch dasselbe Prinzip zugrunde. Bei Kombikinderwagen muss das Board nicht einmal ausgetauscht werden. Jedenfalls spart man sich den Kauf eines teuren, schweren und sperrigen Geschwisterwagens. Ob Spaziergänge auf diese Weise tatsächlich einfacher werden, hängt wahrscheinlich hauptsächlich vom Temperament des älteren Geschwisterkindes ab.

Tipps zum Thema Babytragen

Solange das jüngste Kind noch klein und leicht ist, kann es auch gut mit einer Trage oder einem Tuch am Körper transportiert werden. Das ältere Kind darf somit noch eine Weile im gewohnten Buggy sitzen und das Baby genießt die Körperwärme und Sicherheit von Mama oder Papa. Wer Rückenschäden bei Baby und Eltern vorbeugen möchte, der sollte sich ganz genau nach den Eigenschaften der unterschiedlichen Babytragen erkundigen und mit einigen Modellen auch mal Probetragen. Vor allem Neugeborene benötigen einen Transport in Spreizsitzhaltung und die Wirbelsäule muss speziell gestützt sein. Aber auch das tragende Elternteil wünscht sich einen gewissen Komfort, damit nach dem Spaziergang keine Rückenschmerzen aufkommen. Babytragen, die mit Klettverschlüssen zu befestigen sind, lassen sich besonders leicht anlegen. Doch aufgrund der lauten Geräusche beim Öffnen kann ein schlafendes Baby auch mal unsanft hochschrecken.

Tragetuch für das Baby

Die Tragetücher besitzen einen sehr guten Ruf. Mit der richtigen Technik angelegt bieten sie dem zarten Babykörper genau den richtigen Halt und sind bequem zu tragen. Den Kleinen tut die konstante elterliche Nähe dabei richtig gut. Allerdings will das Umlegen eines Tragetuchs erst mal gelernt sein! Manch ein ungeduldiger Typ Mensch ist dabei schon ziemlich verzweifelt; bei anderen wird es schnell zur täglichen Routine, die ganz leicht von der Hand geht. Wer sich nicht sicher ist, der sollte das Schnüren eines Tragetuchs zuerst einmal im Geschäft oder bei einer Hebamme oder Trageberaterin ausprobieren.

Nachteile von Babytragen und Tragetüchern

Mit einer Babytrage oder einem Tragetuch versehen sind Mama und Papa nicht mehr allzu wendig. Will das ältere Kind aus dem Buggy raus oder benötigt auf einem Spielplatz etwas Hilfe, dann kann der Ausflug wirklich anstrengend werden. Die Frage lautet also: Trauen Sie sich diese Lösung auf Dauer kräftemäßig zu? Tragetücher und Babytragen sind eben keine dauerhafte Transportlösung. Die meisten Eltern verlassen allerspätestens zum ersten Geburtstag des jüngsten Kindes die notwendigen Kräfte, das immer schwerer werdende Kind zu tragen. Außerdem will das zum Kleinkind gewordene Baby sich auch mal selbstständig vorwärts bewegen. Dann steht die Überlegung an, welche Lösung als nächstes folgen soll.

Der Kinderanhänger

Viele Fahrradanhänger zum Kindertransport lassen sich ganz einfach zum Doppelsitzer-Buggy umbauen. Säuglinge können von Anfang an darin transportiert werden, wenn eine entsprechende Babyschale zum Liegen installiert ist. Ein Kinderanhänger ist ziemlich breit und sperrig, kein ideales Gefährt für die Stadt. Allerdings bietet er jede Menge Platz für eventuelle Einkäufe und Gepäck, denn in der Regel gibt es einen geräumigen „Kofferraum“. Bei Regen sitzen die Kinder gut geschützt unter einer mit ein, zwei Handgriffen heruntergerollten Regenschutzfolie. Und wenn eine Fahrradtour ansteht, wird der Buggy schnell wieder zum praktischen Anhänger. Ein besonderer Vorteil dieser Variante liegt in der langen Verwendbarkeit: Auch fünf- oder gar sechsjährige Kinder lassen sich, je nach Gewicht, im Anhänger transportieren. Ideal für lange Familienausflüge mit dem Fahrrad. Fazit: Transportmöglichkeiten für zwei kleine Geschwisterkinder mit Stressfreigarantie gibt es nicht. Aber garantiert findet jede junge Familie mindestens eine für sich passende Möglichkeit.




Mein Kind hat Angst vor dem Haarewaschen – was tun?

 

Haben Sie auch ein Kind, das beim Haarewaschen schreit und sich wehrt? Das lässt sich ändern!

CIMG2401_300x225Ja, es ist möglich, einem Kleinkind die Angst vor dem Haarewaschen zu nehmen. Wie bei den meisten anderen Problemen auch, funktioniert dies aber nur mit viel Einfühlungsvermögen – und einer guten Methode. Der erste Schritt zum friedlichen Haarewaschen kann darin liegen, gemeinsam mit dem Kind eine Lösung zu suchen.

Kindern die Angst vor dem Haarewaschen nehmen

Versuchen Sie zunächst, herauszufinden, worin die Angst Ihres Kindes genau begründet liegt: Befürchtet es, Shampoo in die Augen zu bekommen, findet es die Körperhaltung beim Haarewaschen unangenehm oder mag es das anschließende Trockenrubbeln nicht? Wenn Ihr Kind seine Angst noch nicht in Worte fassen kann, dann beobachten Sie es genau und versuchen selbst, die Wurzel des Übels zu ergründen.

Haarewaschen mal anders!

Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse nun, um etwas zu ändern – und wenn sie nichts herausfinden konnten, dann probieren Sie einfach mal so etwas Neues aus. Kaufen Sie Ihrem Kind vielleicht ein neues Shampoo, das es sich selbst in der Drogerie aussuchen darf. Waschen Sie die Haare Ihres Kindes mal an einem anderen Ort: Wenn Sie vorher immer die Badewanne genutzt haben, dann setzen Sie Ihr Kind nun vor das Waschbecken oder stellen es in die Dusche. Lassen Sie Ihr Kind selbst die Haare vor einem Spiegel einschäumen – und überlassen Sie ihm auch das Trockenrubbeln.

Augenschutz gegen Shampoo

Wenn Ihr Kind vor allem Angst hat, dass Shampoo in seine Augen läuft, dann setzen Sie ihm beim Haarewaschen eine Schwimmbrille auf oder verwenden Sie Vaseline für die Stirn. Im Internet gibt es auch einen speziellen Shampooschutz für ängstliche Kinder zu kaufen. Damit gewinnen Kinder neue Sicherheit beim Haarewaschen und können sich viel besser entspannen.

Dem Kind die Angst vor dem Haarewaschen nehmen

Waschen Sie sich selbst die Haare, bevor Ihr Kind „dran“ ist. Lassen Sie es zu, dass Ihr Kind das Shampoo in Ihrem Haar verteilt und vielleicht lustige Frisuren knetet. Auch eine Puppe kann als Testperson dienen: Spiele Sie gemeinsam Frisör, pflegen Sie mit dem Kind zusammen das Puppenhaar und waschen Sie anschließend dem Kind die Haare. Seien Sie dabei nicht allzu ernsthaft, sondern nehmen Sie die Sache mit Humor. Es darf ruhig mal etwas Schaum herumspritzen! Denken Sie sich ein lustiges Lied aus, das Sie gemeinsam während des Haarewaschens singen und benutzen Sie Wasserspielzeug zum Herumplantschen.

Eine Pause einlegen

Wenn nichts mehr funktioniert, dann lohnt es sich bestimmt, für eine Weile eine Pause einzulegen: Kinderhaare fetten längst nicht so schnell nach wie die Haare erwachsener Menschen und können auch mal einige Tage ungewaschen bleiben. Sagen Sie Ihrem Kind beim nächsten Baden oder Duschen, dass Sie ihm diesmal nicht die Haare waschen werden, und lassen Sie es einfach plantschen. Nutzen auch Sie die Zeit, sich zu entspannen und die Frustration loszuwerden, um später einen neuen Start zu wagen. Nach ungefähr einer Woche Pause könnte sich auch bei Ihrem Kind etwas geändert haben!




Mein Baby hat Angst vor dem Staubsauber

Viele Babys weinen bei dem Geräusch des Staubsaugers

Was hilft, wenn das Baby bei lauten, aber notwenigen Geräuschen vor Angst weint?

Viele Babys weinen bei dem Geräusch des Staubsaugers

Baby weint bei lauten Geräuschen
Für Erwachsene klingt das Geräusch des Staubsaugers vertraut, es gehört einfach zum Alltag dazu. Doch die kleinen Neuankömmlinge, die diese Welt noch gar nicht kennen, erschrecken oft, wenn jemand in ihrer Nähe ein lautes Haushaltsgerät einschaltet. Sei es der Staubsauger, ein Föhn oder der Pürierstab: Viele Babys weinen sogar dauerhaft, während das Gerät in Benutzung ist.

Baby weint beim Staubsaugen
Staubsaugen muss sein, auch der Föhn gehört für die meisten Eltern zum Lebensalltag dazu. Mit der Benutzung dieser Geräte aufzuhören, weil sie dem Baby Angst machen, ist keine gute Lösung. Gewöhnen Sie Ihr Kind lieber ganz vorsichtig an die Haushaltsgeräte: Zeigen Sie dem Baby den Staubsauger oder den Föhn im ausgeschalteten Zustand, lassen Sie es daran herumfingern und das Gerät erkunden. Schalten Sie es zwischendurch kurz auf unterster Stufe an, damit das Kind orten kann, woher die Geräusche stammen.

Gewöhnung an den Staubsauger
Das Baby muss wissen, woher der Lärm kommt, den es hört – und dass dessen Quelle harmlos ist. Wenn es Angst vor dem Föhn hat, dann föhnen Sie das Kind in kühler Einstellung leicht ab und hören Sie sofort wieder auf, wenn es zu weinen beginnt. Lassen sie es mit den Händchen auch den Staubsaugereingang fühlen, wenn der Sauger auf unterer Stufe Luft ansaugt. Wiederholen Sie den Vorgang und erklären Sie dabei stets mit ruhiger Stimme, was das Gerät macht. Auch, wenn Ihr Kind die Worte noch nicht versteht: Es wird schnell begreifen, dass von den zuvor Angst machenden Geräuschen keine Gefahr ausgeht.

Die Welt begreifen
Babys müssen die Welt nach und nach begreifen, ertasten und erfühlen. Normalerweise gewöhnen Sie sich schnell in ihre Umgebung ein, wenn sie dabei liebevoll betreut werden. Was sie vor allem dabei brauchen, ist die Stabilität der äußeren Umstände. Wenn Eltern sich in ihr Kind einfühlen und seinen Bedürfnissen entgegenkommen, dann gewinnt es das nötige Vertrauen, auch mit beängstigenden Situationen umzugehen.




Mit der Babyschale sicher fliegen

 

Der Loop Belt für Babys bietet im Ernstfall keine Sicherheit, ein eigener Sitzplatz mit Babyschale ist die bessere Wahl.

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Im eigenen Kindersitz fliegen Babys und Kleinkinder besonders sicher.

Sicherheitsgurt im Flugzeug für Babys
Der Loop Belt, ein spezieller Sicherheitsgurt für Babys in Flugzeugen, war von 1994 bis 2008 verboten, weil die kleinen Fluggäste im Ernstfall durch diesen Gurt schwer verletzt werden können. Bei Notlandungen, starken Bremsmanövern oder schweren Turbulenzen schneidet der Loop Belt in die Weichteile des Säuglings ein – außerdem kann das auf dem Schoß sitzende Kind von dem Erwachsenen erdrückt werden. Seit 2008 sind die schwer umstrittenen Loop Belts auf Grund einer EU Verordnung wieder zurück, sie täuschen den Eltern eine falsche Sicherheit vor.

Fliegen mit dem Maxi Cosi
Auch das Luftfahrt-Bundesamt rät von der Benutzung des Loop Belts ab – und empfiehlt die Verwendung von für den Flugverkehr zugelassenen Kindersitzen. Nur im eigenen Kindersitz sind Babys in der Luft ebenso sicher unterwegs wie Erwachsene. Leider bieten die Fluggesellschaften in der Regel keine passenden Sitze für Babys oder Kleinkinder an, Eltern müssen die Babyschale selbst mitbringen und auch den entsprechenden Sitzplatz bezahlen. Das Luftfahrt-Bundesamt gibt eine Liste  mit den zugelassenen Kinderrückhaltesystemen heraus, eine Nachfrage bei der Fluggesellschaft ist allerdings immer unerlässlich. Wenn Ihre Babyschale den Aufdruck „For use in aircraft“ trägt mit Zulassungsnummer des TÜV Rheinland, dann haben Sie gute Chancen, sie mit ins Flugzeug nehmen zu können.

Mit Babyschale ins Flugzeug
Eine Babyschale darf nur dann mit in den Passagierraum des Flugzeugs, wenn sie von der jeweiligen Fluggesellschaft als Rückhaltesystem akzeptiert wird und die entsprechende Sitzplatzbuchung vorliegt, andernfalls gelten Maxi Cosi und Co. als Sperrgepäck. Wenn Sie für Ihre Flugreise mit Baby die Babyschale benutzen, dann kann Ihr Kind schlafen, wann immer es will und wird nicht unnötig gestört, wenn Sie an Bord gehen oder den Flieger wieder verlassen. Auch für die Eltern ist das Reisen mit Babyschale bequemer, denn sie müssen das Kind nicht ständig auf den Schoß nehmen. Auch im Urlaubsland angekommen ist der Kindersitz sehr von Nutzen: Er bietet im Transferbus, dem Mietwagen oder dem Taxi bestmögliche Sicherheit, ohne dass das Baby ständig „umgepackt“ werden muss. Wer ein entsprechendes Fahrgestell für den Maxi Cosi mit auf die Reise nimmt, der ist auch am Flughafen ohne Anstrengung mobil mit Baby.




Greifspiele für das Baby

Babyhände greifen zu

Ein lustiger Moment ist es, wenn das Baby im Alter von etwa 6 bis 8 Wochen seine Hände entdeckt! Da versucht der kleine Wicht, die Faust in den weit geöffneten Mund zu schieben und trifft zunächst immer wieder daneben. Doch bald schon wird das Neugeborene lernen, seine Hände zu gebrauchen.

Das Spieletrapez für die ersten Lebensmonate ausstatten
Das meiste Spielzeug für die ersten Lebensmonate ist Greifspielzeug, dazu gehört auch das sehr beliebte Spieletrapez in den unterschiedlichsten Ausführungen. Auf noch kleine Babys wirkt die Vielzahl der am Trapez angebotenen Spielzeuge allerdings eher verwirrend, sodass sie eventuell mit Unzufriedenheit reagieren. Hängen Sie, wenn möglich, die Spielzeuge bis auf ein oder zwei ab oder verdecken Sie einige Sachen. Das Baby kann sich so besser auf einen Gegenstand konzentrieren und ihn gezielt mit den noch ungeschickten kleinen Händchen ansteuern. Säuglinge möchten natürlich am liebsten alles in den Mund nehmen, was sie in die Hand bekommen: Der Anreiz zum Greifen wird größer, wenn mindestens ein Spielzeug am Trapez mit einem Gummiband befestigt ist und es sich so zum Mund heranziehen lässt.


Der Greifball
Ein besonders schönes Spielzeug für noch ungeschickte kleine Händchen ist der Greifball. Ein noch kleines Baby kann den aus netzartigen Stäben bestehenden Ball gut mit beiden Händen festhalten. Wenn der Greifball mit einer Rassel oder einem innen liegenden Glöckchen ausgestattet ist, dann lernt der kleine Spaßmacher bald schon, wie er richtig Radau machen kann. Außerdem bietet sich dieser spezielle Ball besonders an, um den Handwechsel zu üben, denn er ist von allen Seiten leicht zu greifen. Eine ergänzende Spielmöglichkeit für ältere Babys ist es, in die Öffnungen des Greifballs ein Tuch zu stecken, dass das Kind dann wieder herausziehen kann.

Selbst gebaute Greifspielzeuge
Werfen Sie doch einfach mal einen kritisch-kreativen Blick in Ihre Küche: Viele Utensilien dort sind nicht nur für die Nahrungsherstellung und -aufnahme geeignet. Auch Babys haben Spaß an dem (ungefährlichen Teil) der Küchenausstattung! Packen Sie einfach bunte Plastiklöffel in eine niedrige Frischhaltedose mit leicht geöffnetem Klappdeckel, Babys ab etwas einem halben Jahr können durchaus die Löffel einzeln greifen und sie aus dem Gefäß herausholen. Plastiklöffel sind immer sehr schöne Greifobjekte, man kann sie auf vielerlei Weise „verpacken“ und anbieten. Babys Interesse weckt auch eine in ein Tuch verpackte Knisterfolie – oder eine durchsichtige Tüte, fest verschlossene Tüte mit Wasser: zwei völlig unterschiedliche Greiferlebnisse, die die Hände trainieren und die Welt des neuen Erdenbewohners wieder ein Stück erweitern.