• Blähungen beim Baby: Was kann man dagegen tun?

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    Säuglinge haben häufig Bauchweh oder Koliken, da ihr Verdauungssystem noch nicht ganz ausgereift ist. Wie kann man den Kleinen Erleichterung verschaffen?

    CIMG5676Flaschenkinder bekommen häufiger Blähungen als gestillte Säuglinge. Der Grund dafür ist, dass die Babys beim Stillen im Normalfall weniger Luft schlucken. Außerdem ist ihre Position beim Stillen zumeist aufrechter als beim Trinken aus der Flasche. Doch egal, ob der Säugling aus der Flasche oder aus der Brust trinkt: In Trinkpausen oder nach der Nahrungsaufnahme sollte sich die Mutter (oder der Vater) immer Zeit dafür nehmen, dem Kind ein Bäuerchen zu entlocken. Dabei entweicht schon einige Luft aus dem Magen, die anschließend nicht mehr in den Darm gelangen kann.

    Bäuerchen als Vorbeugung gegen Blähungen

    Das Bäuerchen ist sicher kein Allheilmittel gegen Bauchschmerzen, doch kann dieser kleine Luftstoß schon einige Erleichterung bringen. Legen Sie dafür das Köpfchen des Babys auf Ihre Schulter, mit einem Spucktuch darunter, und klopfen oder massieren kreisförmig ganz leicht den Rücken. Die aufrechte Position lässt die Luft aus dem Magen nach oben steigen. Das funktioniert auch, wenn der Säugling nach seiner Mahlzeit tief und fest eingeschlafen ist.

    Vorbeugung gegen Blähungen beim Fläschchentrinken

    Geben Sie Ihrem Kind nicht in waagerechter Lage die Flasche, sondern bringen Sie es in eine Postion, in der der Kopf deutlich höher liegt als der Magen. So gelangt weniger Luft beim Schlucken in die Speiseröhre. Achten Sie außerdem darauf, dass der Sauger keine Luftbläschen mehr enthält, wenn Sie Ihrem Baby die Flasche anbieten.

    Blähungen beim Säugling trotz Stillen

    Eine stillende Mutter sollte grundsätzlich vorsichtig sein mit dem Verzehr blähender Lebensmittel, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln, Lauch, Rettich und ähnlichem. Die Inhaltsstoffe dieser Nahrung gelangen auch in die Muttermilch! Wegen der unterschiedlichen Empfindlichkeit der einzelnen Säuglinge ist es durchaus möglich, kleine Mengen von Bohnen oder Erbsen zu probieren und den Effekt am nächsten Tag abzuwarten, denn die blähenden Lebensmittel sind auch besonders gesund. Doch natürlich ist es auch möglich für die junge Mutter, sich vollkommen zu enthalten, wenn die Vitaminversorgung anderweitig gesichert ist.

    Hilfe gegen die Blähungen

    Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen kann es zu Blähungen kommen. Jedes Kind ist unterschiedlich empfindlich gegen die schmerzhaften Gase im Darm. Ein sich windender Säugling mit verzerrtem Gesicht hat mit großer Wahrscheinlichkeit Bauchschmerzen, vor allem, wenn die letzte Mahlzeit nicht lange her ist. Ein vorsichtiges Wärmen des Bauches mit einem nicht zu heißen Kirschkernkissen kann Abhilfe schaffen. Zusätzlich ist zwischen zwei Erwärmungsphasen eine Bauchmassage hilfreich. Schalten Sie dabei eine beruhigende Musik, wie beispielsweise die Spieluhr, oder den Föhn an, damit das Baby sich entspannt. Dann massieren Sie mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn herum um den Bauchnabel.

    Hausmittel und Medikamente gegen Blähungen

    Fragen Sie Ihre Hebamme oder in der Apotheke nach Kümmelöl oder Kümmel-Fenchelöl, einem alten Hausmittel, das bei der Bauchmassage des Babys Anwendung findet. Generationen von Müttern haben dieses hilfreiche Öl bereits erfolgreich verwendet. Auch Kümmelzäpfchen helfen bei der „Entlüftung“ des Babys. Im schlimmsten Fall, wenn das Kind gar nicht mehr zur Ruhe kommt, verschreibt der Kinderarzt Medikamente, die Magen und Darm beruhigen, indem sie die vielen, kleinen Luftbläschen zu großen Blasen vereinen, die dann einfacher hinaus zu befördern sind.

    Wer sich gerne mit vielen anderen Eltern über dieses und andere Themen austauschen möchte, dem sei die Mitgliedschaft bei den Familienportalen Netmons oder Urbia empfohlen.

    Bitte beachten Sie, dass ein Blogartikel generell keinen fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen kann.

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