• Bewegungsspielzeug im Kinderzimmer: Austoben im Haus

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    Dass Kinder viel Bewegung brauchen, ist eine offensichtliche Tatsache: Die Entwicklung ihrer Motorik, ihres Gleichgewichtssinns und sogar der dreidimensionalen Sehfähigkeit hängt davon ab. Muskeln und Knochen befinden sich noch im Aufbau, bei zu wenig Bewegung entstehen leicht Haltungsschäden. Außerdem baut körperliche Aktivität sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern Stress ab: Körperlich unausgelastete Kinder werden schnell zu richtigen Nervensägen.

    Auch im Haus ist Bewegung möglich

    CIMG3461_300x400Nicht immer ist angenehmes Garten- und Spielplatzwetter, in manchen Sommern regnet es wochenlang beinah ohne Unterbrechung. Selbstverständlich sollten Kinder mit geeigneter Kleidung auch im Regen nach draußen gehen, doch werden die Ausflüge bei schlechtem Wetter zumeist nicht besonders lang. Fernsehen und Gesellschaftsspiele sind auf Dauer keine geeignete Alternative zum Austoben an der frischen Luft: Doch wie können Sport und Action in die Innenräume verlagert werden?

    Wildes Hüpfen zum Auspowern: Trampolin und Hüpfpolster

    Hüpfen liegt den meisten Kindern im Blut. Das Mini-Trampolin bietet hierfür auch im Kinderzimmer gute Möglichkeiten, kann allerdings nicht mit den großen Trampolinen für den Außenbereich mithalten. Wenn Sie ein kleines Trampolin kaufen möchten, dann achten Sie darauf, dass es Platz sparend zusammenklappbar ist. Und Achtung: Die Sprungfedern von Billigartikeln neigen dazu, schnell auszuleiern.

    Eine gute Alternative zum Trampolin ist das Hüpfpolster. Diese kleinen, matratzenartigen Sprungkissen sind speziell für das niedrige Gewicht von Kindern ausgelegt und außerdem pflegeleicht abwaschbar. Sie passen beinah unter jedes Bett und können vom Kind selbst wieder hervorgeholt werden. Beim Aufbau eines Trampolins hingegen benötigt der Nachwuchs zumeist die Hilfe eines Erwachsenen.

    Wer eine ausrangierte Bettmatratze besorgen kann, der hat ein besonders kostengünstiges Spielgerät für seine Kinder gefunden: Bei genügend Platz im Kinderzimmer wird eine solche Matratze zu einem vielseitigen Hüpf- und Turnplatz.

    Schaukeln und Wippen für das Kinderzimmer

    Ein Hängesessel, der mit einem Dübel unter der Decke befestigt wird, bietet sich nicht nur zum Ausruhen und Kuscheln an: Die Kinder werden ihn schnell als Schaukel entdecken, sich bäuchlings drauflegen und „fliegen“ und sitzend in alle Richtungen schwingen. Natürlich ist auch für dieses Spielgerät einiger Platz erforderlich, eventuell muss die eine oder andere Wand zur Sicherheit mit Schaumstoff gepolstert werden.

    Alternativ ist auch ein einfaches, festes Seil mit einigen dicken Knoten verwendbar, das ebenfalls von der Decke baumelt. Damit kann ein Kind sich wie der legendäre Tarzan durch den Raum schwingen. Nicht ganz so wild geht es mit der Schaukelbanane oder dem Schaukelstuhl zu. Diese beiden Produkte sind besser für kleinere Kinderzimmer geeignet, da sie nicht viel Raum einnehmen. Spezielle Kinderzimmerwippen können schon etwas größer sein, einige von ihnen sind sogar zusätzlich drehbar.

    Klettern, Rutschen und Aggressionsabbau durch Boxen

    Als besonders platzsparendes Möbel haben Eltern längst das Hochbett entdeckt. Mit einer Rutsche ausgestattet, kann damit auch auf kleinem Raum viel Bewegungsspaß entstehen. Die Sprossenwand nimmt ebenfalls nicht viel Platz ein, doch liegen entsprechende Modelle eher im höheren Preissegment. Nichtsdestotrotz: Klettern macht Kindern immer wieder Freude.

    Ein echter Punching Ball ist selbstverständlich ein Sportgerät für Erwachsene. Doch inzwischen wurden Modelle entwickelt, die extra auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind: Ein fest mit dem Boden verbundener Punching Ball in niedriger Höhe lädt zum kräftigen Draufschlagen ein und birgt kaum Verletzungsgefahr: Die resultierenden Schwingungen sind vom Hersteller so justiert, dass das Kind nicht hart getroffen wird.

    Die Freude am Balancieren und Zielwerfen

    Welches Kind balanciert nicht gern über Mauern und Kantsteine? Auch im Haus kann durchaus der Freude am Balancieren nachgegangen werden: Variabel aufbaubare Balanciersets für das Kinderzimmer sind im Handel erhältlich. Kreative Eltern können allerdings auch einen Parcours gemeinsam mit den Kindern selbst gestalten.

    Feinmotorik und Raumempfinden werden geschult durch gezieltes Werfen: Auch das bedeutet eine gesunde, körperliche Aktivität. Zahlreiche, lustig gestaltete Wurfspiele gibt es im Spielzeugladen. Meistens genügt es allerdings, bunte Plastikbecher zu stapeln und sie mit einem Gummiball umzuwerfen – oder mit den Bällen aus dem Bällchenbad auf eine Kiste zu zielen. Ein lustiger Wettbewerb, an dem gern auch die Eltern teilnehmen dürfen!

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