• Baby früher und heute

    image_print

    Vielleicht geht es Ihnen auch so: Sie sind gerade frisch Oma oder Opa geworden und möchten sich um Ihr Enkelkind kümmern. Aber die Tochter oder Schwiegertochter macht einiges anders, als Sie es früher gewohnt waren und verlangt das wahrscheinlich auch von Ihnen.

    Babyschlaf und SIDS
    Auch früher gab es schon den so genannten „plötzlichen Kindstod“ (SIDS), statistisch gesehen sogar viel häufiger als heute. Ihnen wurde wahrscheinlich noch gesagt, dass ein Baby auf dem Bauch schlafen muss, damit es nicht womöglich erstickt. Heute sind die SIDS-Zahlen deshalb deutlich zurückgegangen, weil diesbezüglich neue Erkenntnisse vorliegen: Säuglinge schlafen heutzutage auf dem Rücken, weil dies die sicherste Position ist. Auch von Bettdecken, Kissen und Bettchenhimmel wird allgemein abgeraten, denn es liegen gesicherte Daten vor, dass solche Gegenstände die Wahrscheinlichkeit von SIDS erhöhen. Wenn Sie also nun sehen, dass Ihr kleines Enkelkind in einem ziemlich „nackt“ erscheinenden Bettchen liegt und statt Kuscheldecke einen Schlafsack sein Eigen nennt, dann hat dies alles seine Richtigkeit: Dem Baby ist es so nicht „ungemütlich“, es schläft bequem und vor allem sicher.


    Wie warm muss das Baby eingepackt sein?
    Einige Omas packen ihre Enkel gern besonders warm ein, doch ein gesundes Baby braucht im Haus kein Mützchen. Die meiste Wärme des menschlichen Körpers entweicht über den Kopf, eine warme Mütze im Haus kann einen Wärmestau beim Säugling verursachen. Wenn die Hände Ihres kleinen Enkelkindes kalt sind, dann fühlen Sie doch lieber nochmal am Nacken nach: Ist der Nackenbereich angenehm warm, dann friert das Kind nicht trotz kühler Hände. Vor allem im Schlaf sollte ein Baby nie allzu warm liegen. Meiden Sie Polyester-Decken, die ebenfalls einen Wärmestau verursachen können, und greifen Sie für das Baby auf Naturmaterialien zum Zudecken zurück, wie beispielsweise Bio-Baumwolle.

    Welche Creme für den wunden Babypopo?
    In früheren Zeiten nahmen viele Mütter eine reichhaltige Fettcreme zur Hand, meist von der bekannten Marke Penaten, um den Po des Babys vor dem Wundwerden zu schützen. Heute weiß man: Es muss viel Luft an die zarte Babyhaut. Die Wundcremes sind leichter geworden, Inhaltsstoffe wie Zink und Kamille pflegen die Haut und lassen wunde Stellen schnell heilen. Die fettige Creme hat ausgedient, doch wenn Sie der vertrauten Marke Penaten bei der Popflege treu bleiben möchten, dann kaufen Sie für Ihr Enkelkind einfach eines der neuen Produkte aus derselben Firma.


    Wie baden Babys heute?
    Vielleicht haben Sie früher noch Ihrem Baby ein Schaumbad bereitet – und danach die empfindliche Haut mit reichlich Creme behandelt. Auf Grund der immer häufiger auftretenden Allergien und Hautkrankheiten wird heute die Babyhaut nur sehr reduziert gepflegt. Die meisten Babys baden in klarem Wasser, vielleicht mit einigen Tropfen Olivenöl oder Muttermilch versehen. Die gesunde Babyhaut hat Eincremen im Normalfall nicht nötig, sie reguliert sich selbst. Extrem trockene Haut kann regelmäßig spezielle Babycreme gebrauchen.


    Vollmilch und Honig im ersten Lebensjahr?
    In der Regel wird heute empfohlen, in den ersten zwölf Lebensmonaten auf Kuhmilch für das Baby zu verzichten. In dieser frühen Phase kann die Vollmilch allergiefördernd sein, besser sind spezielle Pulvermilchprodukte. Wenn Eltern ihrem Kind in der Anfangszeit aus diesem Grund keine Kuhmilch geben möchten, dann gilt das Verbot natürlich auch für alle Milchprodukte wie beispielsweise Jogurt oder Quark. Honig ist im ersten Lebensjahr sogar richtig gefährlich. In früheren Zeiten gab man ihn zum Süßen sogar manchmal auf dem Schnuller, doch heute weiß man: Das Naturprodukt kann Bakterien enthalten, die den Darm des Säuglings lähmen. Darum ist Honig heute in den ersten zwölf Monaten für das Kind auch in kleinen Mengen verboten.

Schreibe einen Kommentar